Eigentlich doch etwas Gutes und sehr Sinnvolles, steht der, nach Meinung einiger Wiepersdorfer doch nicht an der von ihnen gewünschten Stelle. Doch er steht sach- und fachgerecht nutzbar und hat die Stadt eine stolze Summe an Euro gekostet. Der Brandschutz in Wiepersdorf ist somit voll gewährleistet. Dem musste schließlich auch der eine oder andere Bürger zustimmen.
Nachdem Bürgermeisterin Irene Kluge diese erste hitzige Debatte sachlich ruhig abgekühlt hatte, konnten die noch vorhandenen Probleme des Ortes zur Sprache kommen. Doch wer durch das Dorf fährt, kann auf den ersten Blick kaum etwas entdecken, was zur Kritik Anlass gebe. Die Bürger haben hier mit viel Liebe zur Heimat ein Kleinod geschaffen, das es zu erhalten gilt. Und so waren es alles relativ schnell lösbare Dinge, die die Bürgermeisterin im weiteren Verlauf der Veranstaltung zu hören bekam: Risse in der Straße, die es zu beseitigen gilt oder auch Kastanienbäume, die im Zuge der Gefahrenabwehr von der Feuerwehr um ein Drittel herunter geschnitten werden sollen. Auf alten Fotos an der Wand des Tagungsraumes war zu sehen, dass Wiepersdorf früher von Linden bestanden war. "Solche Linden möchten wir wieder haben" - das war der einhellige Wunsch der Anwesenden für die Zukunft .
Nicht ganz so temperamentvoll wurde die Schönewalder Bürgermeisterin einen Tag zuvor zur Einwohnerversammlung in Brandis empfangen. Auch hier stellte Irene Kluge die Frage: "Was gefällt ihnen an ihrem Ort und was muss sich verändern?" Da ließen sich die Brandiser nicht lange bitten und schilderten zunächst einmal ihr größtes Problem: Die mangelnde Radwege-Anbindung an die Stadt Schönewalde, aber auch Richtung Holzdorf und Jessen. So gebe es keinen Radweg zum See hin und das Stück bis zum Anschluss an den vorhandenen Weg auf sachsen-anhaltinischer Seite Richtung Holzdorf fehle auch. Gern würden sie Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen dort nutzen. Die Einwohner des Ortsteiles Horst müssten sogar auf der Bundesstraße fahren und eine äußerst gefährliche Kurve passieren, wollten sie zum Friedhof kommen. Doch die Lösung dies er Probleme konnte das Stadtoberhaupt in Aussicht stellen: "Es ist uns nicht entgangen, dass im Radwegebau ein Bedarf besteht, speziell auch was die Anschlüsse nach Norden und Westen betrifft. Aber schon im nächsten Jahr wird sich da etwas tun, Gespräche mit den entsprechenden Stellen sind geplant. Niemandem kann man zumuten auf der Bundesstraße zu fahren. Das ist lebensgefährlich."
Neben dem leidigen Vandalismus, der traurigerweise auch vor den Anlagen des Sees nicht halt macht, ging es den Bran-disern auch um die Entwässerung in einigen Teilen des Ortes. Matthias Thinus wies darauf hin, dass der in seiner Straße vorhandene Sickerschacht nicht ausreiche, bei stärkeren Regenfällen das Wasser aufzunehmen. So sei bei dem Unwetter Ende Juni sein Hof komplett überflutet gewesen und nur glücklich ohne nassen Keller davon gekommen. Hier sollten auch im Sinne der anderen Anwohner noch weitere Schächte gebaut werden. Er wolle sich dabei auch mit notwendiger Technik einbringen. Diese und einige andere Anregungen, wie die Veränderung der Verkehrsführung an der Einmündung in die B 101 nahm die Bürgermeisterin auf und versprach eine für alle Seiten akzeptable Lösung.