ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:15 Uhr

Verkehrssicherheit
Sicher mobil ist das Ziel

Herzberg. Die Herzberger Verkehrswacht besteht seit 20 Jahren. Für viele ist sie eine wichtige Stütze, im Straßenverkehr zurecht zu kommen. Von Birgit Rudow

In diesem Jahr besteht die Herzberger Verkehrswacht 20 Jahre. Groß gefeiert wird der runde Geburtstag nicht. Ein paar belegte Brote, Kaffee oder auch ein Bier waren in dieser Woche die kulinarischen Begleiter der Jahreshauptversammlung im Spartenheim „Frohes Schaffen“ in Herzberg. Das Wichtigste sei, dass die Verkehrswacht ein wenig zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr beiträgt und so der eine oder andere Unfall vermieden wird, sagt der Vorsitzende Eberhard Kühnberg.

44 Mitglieder zählt die Verkehrswacht Herzberg. Besonders aktiv sind zumeist die Älteren. Ganz einfach, weil sie mehr Zeit haben als diejenigen, die noch im Berufsleben stehen. Mit dem Vorsitzenden Eberhard Kühnberg, seinem Stellvertreter, dem Polizeihauptmeister Detlef Teske, der Präventionsbeauftragten der Polizei in Elbe-Elster Manuela Pfennig als Schatzmeisterin und Ullrich Süßenbecker steht der Verkehrswacht ein schlagkräftiger und erfahrener Vorstand vor. Zu den Stützen im erweiterten Vorstand zählen Wolfgang Saaro und Gerhard Fiebig aus Herzberg, Hermann Branig aus Schlieben und Thomas Bahrke aus Rehfeld.

Die aktiven Moderatoren der Herzberger Verkehrswacht haben im vergangenen Jahr in unterschiedlichen Zirkeln 122 Schulungen mit mehr als 2200 Teilnehmern durchgeführt. Besonders gefragt sind die Verkehrsteilnehmerschulungen in dem Zirkel „Sicher mobil“ für ältere Verkehrsteilnehmer. Aber auch Veranstaltungen zum Thema „Sicher fahren in der Land- und Forstwirtschaft“, „Seniorenberater“ „Kind und Verkehr“ vor allem für Eltern von Kita-Kindern oder „Kinder im Straßenverkehr“ zu Verkehrssicherheitstagen für Kinder werden angeboten. Neben Eberhard Kühnberg und Wolfgang Saaro leisten dabei auch Fahrlehrer wie Heiko Kretzschmar, Peter Hanke und Ludwig Teubner oder Jörg Hammer und Renate Grätz eine wichtige Aufgabe als Moderatoren. „Sie benötigen eine besondere Ausbildung, die alle zwei Jahre aufgefrischt werden muss. Einige machen auch spezielle zusätzliche Fortbildungen zum Beispiel für Rollatoren oder Pedelecs im Straßenverkehr“, so Kühnberg.

Drei Aktionen „Fahr Rad – aber sicher“ hat die Verkehrswacht im vergangenen Jahr in Herzberg bzw. Falkenberg organisiert. Leider mussten wegen Krankheit die „Fit und flink“-Veranstaltungen, die Kinder in Kitas und im Hort auf den Schulweg und die aktive Teilnahme im Straßenverkehr vorbereiten, ausfallen. Eberhard Kühnberg hat auf der Jahresversammlung bei den Mitgliedern eindringlich dafür geworben, sich dieser Aufgabe anzunehmen. „Hier müssen wir etwas tun“, sagt er.

Die fünf Pkw-Sicherheitstrainings im Herzberger Verkehrsgarten haben im letzten Jahr 52 Teilnehmer besucht. Auch hier gebe es noch Luft nach oben, so der Vorsitzende. Er merkte kritisch an, dass viele potentielle Teilnehmer nicht bereit seien, ihre Freizeit am Wochenende für ein Sicherheitstraining zu opfern. Mitarbeiter der Stadtverwaltungen im gesamten Wirkungsbereich der Herzberger Verkehrswacht könnten übrigens ohne finanzielle Eigenbeteiligung an den Sicherheitstrainings teilnehmen. Gleiches gelte für die Kameraden der Feuerwehren, sagte der Vorsitzende.  An den beiden Mobilitätstrainings 50plus 2017 haben sich zwölf ältere Kraftfahrer beteiligt.

Weiterhin sehr gut angenommen werden die Fahrradcodierungstermine der Verkehrswacht, so Kühnberg. Bei acht Einsätzen wurden 140 Fahrräder codiert.

Finanziell steht die Herzberger Verkehrswacht auf einer soliden Grundlage, konnte die Schatzmeisterin mitteilen. Sie  finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, zum Beispiel von der Sparkasse, durch einen Zuschuss vom Landkreis und durch Bußgeldzuweisungen durch das Amtsgericht Bad Liebenwerda und die Staatsanwaltschaft Cottbus. Im vergangenen Jahr waren das 2450 Euro. 2018 will die Verkehrswacht dringend erforderliche Sanierungen an der Fahrbahn im Verkehrsgarten veranlassen.

Mit einem Blumenstrauß und vielen Dankesworten verabschiedeten sich die Mitglieder der Verkehrswacht auf der Jahreshauptversammlung von ihrem langjährigen Schirmherren, dem ehemaligen Herzberger Bürgermeister Michael Oecknigk. Sein Amtsnachfolger Karsten Eule-Prütz habe versichert, die Schirmherrschaft über die Herzberger Verkehrswacht weiter zu führen, so Eberhard Kühnberg.