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| 02:36 Uhr

Seit zwanzig Jahren für lebendige Heimatgeschichte

Auf ihr Jubiläum haben die Mitglieder des Uebigauer Heimatvereins angestoßen.
Auf ihr Jubiläum haben die Mitglieder des Uebigauer Heimatvereins angestoßen. FOTO: Rico Meißner/rmr1
Uebigau. Zwanzig Jahre sind vergangen, seit sich das Ziel "Heimatgeschichte lebendig zu machen" in Form des Heimatvereins in der Stadt Uebigau eine feste Bleibe geschaffen hat. Rico Meißner / rmr1

Von den damaligen 41 Gründungsmitgliedern sind auch heute noch dreizehn im Uebigauer Heimatverein aktiv. Insgesamt sind es 26, der größte Teil allerdings bereits im Rentenalter. Carmen Lademann, Vorsitzende des Vereins seit vielen Jahren, blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Das Bronzezeitdorf mit der ersten Teileröffnung 1998 und die Heimatstube sind die Herzstücke der Vereinsarbeit. Das Bronzezeitdorf, geschaffen, um gerade für jüngere Besucher "Geschichte lebendig zu machen", wie Lademann es ausdrückt, bedarf der Sanierung. "Holz arbeitet und verwittert schnell. Eigentlich muss ständig etwas restauriert werden", so die Vereinsvorsitzende. Das historische Haus der "Heimatstube" dagegen ist bereits in Bearbeitung. Es bekommt gerade eine "Hüllensanierung". Marode Balken sollen, so vorhanden, ausgetauscht werden, die Giebelverkleidung wird erneuert. Mit Hinblick auf die manchmal ein wenig holprige Zusammenarbeit mit der Stadt warb Bürgermeister Andreas Claus, der ebenso wie Ortsvorsteher Ulrich Jachmann zu den Gratulanten zählte, um Verständnis. Man müsse einsehen, dass Uebigau-Wahrenbrück aus vielen Ortsteilen bestehe und das in allen Stadtteilen viel umzusetzen sei. Gleichwohl dankte er dem Verein für die viele investierte Arbeit und die Möglichkeit, "Kindern eine Form von experimenteller Archäologie" anbieten zu können.

Der Mittelpunkt des Geländes, die "Museumsscheune" hingegen, hat sich gemausert. "Die Auslastung hat sich entwickelt", so Lademann. "Nicht nur zum traditionellen Backofenfest am 1. Mai, das ein fester Punkt im Veranstaltungskalender geworden ist. Auch für andere Veranstaltungen wird der Raum, mit Theke und Ofen ausgestattet, gern genutzt." An die Aktion "Mein Brett für meine Stadt" etwa erinnert heute noch die Zwischendecke der Scheune. Jedes gesponsorte Brett dort oben trägt den Namen der jeweiligen Spender.

Das Jubiläum, gefeiert am Gründonnerstag mit deftiger Verpflegung vom Grill, ließ die Mitglieder der Vereins aber auch in die Zukunft schauen. "Es ist toll, was unsere Mitglieder leisten", dankte Lademann. "Sie lassen sich ihren Mut trotz mancher Schwierigkeiten nicht nehmen." Aber die Mitglieder werden nicht jünger. Aktuell gibt es Gespräche mit dem Verein "Glückskinder" um vielleicht ein wenig Nachwuchs werben zu können. Dies gelte, wie die Vorsitzende betont, für alle die Interesse haben, gern mit der ganzen Familie. Besonders die Erhaltung des "Bronzezeitdorfes" liegt ihr am Herzen. "Wir schaffen das einfach nicht mehr allein, auch Material fehlt uns teilweise."