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Schwerpunkt Ausbildung für Kameraden

Auf dem Herzberger Ausbildungsgelände werden Unfälle simuliert.
Auf dem Herzberger Ausbildungsgelände werden Unfälle simuliert. FOTO: Ludewig
Herzberg. Mit dem Ausbau des Ausbildungsgeländes in Herzberg und der Konzipierung von Ausbildungsmodulen werden im Landkreis strukturierte Grundsteine gelegt, die Kameradinnen und Kameraden intensiv und mit höchstmöglicher Qualität auf ihre Arbeit im Einsatzdienst vorzubereiten, informiert Kreisbrandmeister Steffen Ludewig. So wurde im Juni im Fachbereich Technische Hilfeleistung eine Fortbildung durchgeführt. pm/leh

Dabei wurden Übungselemente durchgesprochen und an Hand von Ausbildungskarten einheitlich definiert. Auf dem Ausbildungsgelände sind Module wie "Pkw gegen Baum", "Unfall Baufahrzeug/Pkw" oder "Zugmittel im technischen Hilfeleistungseinsatz" entstanden. Es wird ein Pool an Übungsfahrzeugen vorgehalten, mit dem für die Lehrgänge "TH-Grundtätigkeiten", Fortbildungen der Kreisausbilder, Seminare mit den Hilfsorganisationen bis hin zur Truppführerausbildung und der Schulung von Einsatzstandardregeln durchgeführt werden. Gerade das Manko in Bezug auf fehlende Angebote zur Weiterbildung in den Sachgebieten kann damit aufgearbeitet werden.

"Wir sind auf einem guten Weg, eine einheitliche und fachlich souveräne, aber auch für den Teilnehmer anspruchsvolle Ausbildung anzubieten. Mit den Möglichkeiten des Ausbildungsgeländes am Feuerwehrtechnischen Zentrum sind Module geschaffen worden, um realitätsnahe Ausbildungen durchzuführen. Die letzten Lehrgänge und Ausbildungen haben gezeigt, dass die Ausbildung mit realen Unfallstationen zielführend ist", so der Fachbereichsleiter Technische Hilfeleistung, Silvio Blumberg.

Erste Erfolge sind auch in Bezug auf die Erstellung einheitlicher Ausbildungsunterlagen erzielt. Die im vergangenen Jahr gebildeten Arbeitsgruppen haben sich eingearbeitet und erste Ergebnisse in den Bereichen "Maschinist Löschfahrzeug" und Truppführer vorlegen können. Ziel ist es, dass jeder Ausbilder aktuelle und moderne Präsentationen mit entsprechenden Ausbildungshilfen zur Verfügung gestellt bekommt. Damit wird es ermöglicht, alle Kameradinnen und Kameraden strukturiert und einheitlich auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen, so das Ziel. Federführend in den Sachgebieten sind dabei Martin Winzer (Falkenberg), Silvio Blumberg (Herzberg), Olaf Keilhauer (Prestewitz) und Mario Pfeiffer (Sallgast), denen hier zusammen mit den Arbeitsgruppenmitgliedern Dank gesagt werden soll.

Neben der Ausbildung von Multiplikatoren "Heißausbildung", "Taktik der Brandbekämpfung", "Schaumlöschmitteleinsatz" wurden in diesem Jahr erstmalig auch Schulungen "Fahrsicherheitstraining" angeboten. Auch ein Seminar Öffentlichkeitsarbeit wird es in diesem Jahr wieder geben. Es sollen Kontakte zwischen den Feuerwehren, dem Kreisfeuerwehrverband und dem "Blaulichtreport Elbe-Elster" auf- und ausgebaut werden. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg hat seine Teilnahme bereits zugesagt.