Ein 29-jähriger Kraftfahrer war mit seinem Pkw Trabant aus Richtung Redlin auf die Bundesstraße gefahren, wahrscheinlich ohne den nahenden Sattelzug mit Auflieger, der auf der B 101 aus Richtung Bad Liebenwerda in Richtung Herzberg unterwegs war, zu beachten. Der Trabant sei zum Teil unter den Auflieger geraten, so die Polizei. Der Verunglückte aus dem Herzberger Raum war am Unfallort nicht ansprechbar. Da die Mediziner innere Verletzungen vermuteten, wurde der junge Mann mit einem Rettungshubschrauber in die unfallchirurgische Klinik nach Berlin Marzahn geflogen.
Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr war die Bundesstraße voll gesperrt. Der Verkehr wurde über Osteroda umgeleitet.

Auch Krad-Fahrer verunglückt
Dieser Unfall war nicht der einzige in den vergangenen Tagen. Ebenfalls mit einem Rettungshubschrauber musste am Sonntag ein schwer verletzter Motorradfahrer aus Zabeltitz ins Krankenhaus geflogen werden. Der 25-Jährige war auf der B 183 aus Richtung Torgau in Richtung Bad Liebenwerda unterwegs gewesen. Gegen 17.20 Uhr fuhr ein Pkw-Fahrer vom Abzweig Flugplatz Lönnewitz auf die Bundesstraße auf und übersah dabei den Kradfahrer, so die Polizei. Durch den Zusammenprall entstand am Motorrad Totalschaden.

Mit 142 Sachen erwischt
Großartig abschreckendes Beispiel scheinen solch schwere Unfälle allerdings nicht zu sein. Denn in der Herzberger Region wird weiterhin gerast, was das Zeug hält. Von 2303 am Wochenende im Elbe-Elster-Kreis gemessenen Fahrzeugen waren 168 zu schnell. 28 Fahrzeugführer müssen mit einem Bußgeld rechnen. Und wiedermal wurden die absoluten Geschwindigkeitsspitzenreiter im Raum Herzberg gemessen, diesmal auf der B 87 in Naundorf. Ein Krad-Fahrer fuhr mit 142 km/h durch die Ortschaft, in der 50 km/h erlaubt sind. Er muss 425 Euro Strafe zahlen, erhält vier Punkte in Flensburg und muss seinen Führerschein für ein Vierteljahr abgeben.