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| 01:15 Uhr

Schutzprogramm für den Naturpark-Wappenvogel

Elbe-Elster-Kreis.. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft trägt es in seinem Wappen – ob sich in den Wäldern der Region allerdings noch Exemplare des Auerhuhns finden, ist weniger als ungewiß, denn die letzten Nachweise stammen aus den frühen 90er-Jahren. Karsten Bär

Nun soll mit Hilfe eines Artenschutzprogrammes, das das Brandenburgische Agrar- und Umweltministerium erarbeitet hat, dem Auerhuhn in Südbrandenburg wieder eine Chance eingeräumt werden.
Relevant sind die darin enthaltenen Maßnahmen wegen günstiger natürlicher Vorausetzungen vor allem für den Naturpark Niederlausitzer Landrücken bei Luckau und den hiesigen Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Untersuchungen der letzten Niederlausitzer Auerhuhnbestände, die in unserer Region unter anderem von Dr. Reinhard Möckel und Hubertus Kraut initiert wurden, haben mit zu der Auflegung des Artenschutzprogrammes beigetragen.
Das Artenschutzprogramm sei nicht nur aus fachlicher Sicht wichtig, sondern stelle auch eine „politische Willensbekundung“ dar, dem Auerhuhnwieder eine Chance zu geben, wie der Landschaftsplaner Lars Thielemann von der Verwaltung des Naturparks Niederlauitzer Heidelandschaft meint. Mit der Auflegung des Programmes könne nun auch eine bereits seit Jahren existierende Auerhuhn-Arbeitsgruppe ihre Aktivitäten intensivieren. „Jetzt gilt es, die nächsten Schritte festzulegen und alle wichtigen und mit der Thematik irgenwie befassten Leute an einen Tisch zu bringen“ , erläutert der Naturpark-Mitarbeiter, wie es weitergehen soll. Im Territorium des Naturparks gebe es immer noch Flächen, die für das Auerhuhn geeignet seien. Die Großvogelart benötigt lichte Mischwälder, die durch Heidelbeerwuchs gekennzeichnet sind. Vor allem durch eine Waldbewirtschaftung, die das Entstehen solcher Wälder begünstigt, will das Artenschutzprogramm zur Schaffung weiterer Lebensräume für das Auerhuhn beitragen.