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| 02:49 Uhr

Schule Uebigau bleibt ein heißes Eisen

Uebigau-Wahrenbrück. In der Beratung des städtischen Bildungsausschusses am Dienstag ist das Thema Schulschließung Uebigau hochgekocht. Schwerpunkte der fast dreistündigen Diskussion: Warum wird die Uebigauer Grundschule so schnell aufgelöst?Bürgermeister Andreas Claus begründet den Schritt mit den schlechten Erfahrungen des zu Ende gehenden Schuljahres. Sylvia Kunze

Lehrerausfall in der Uebigauer Schule habe für massive Probleme gesorgt, den Unterricht ordentlich zu organisieren. Viele Eltern hätten sich beschwert. Die Lehrersituation an der kleinen Schule, an der ab neuem Schuljahr nur noch vier Klassen verblieben, würde sich nicht bessern, weiß Claus. Das wolle man nicht auf dem Rücken der restlichen Schüler austragen. Darum habe man für ein schnelles Zusammengehen mit Wahrenbrück plädiert, damit Unterricht mit den entsprechenden Bezugspersonen und mit einem größeren Lehrerkollegium ohne Ausfälle abgesichert werden könne. Es sei richtig, dass sich das staatliche Schulamt um die Lehrerstellen zu kümmern und Schulrat Uwe Mader das in den öffentlichen Beratungen zugesagt habe. Intern sei von ihm etwas anderes zu hören gewesen. Wie die Praxis aussehe, habe das Schuljahr deutlich gezeigt.

Warum erhält der Standort Wahrenbrück den Vorteil?Weil die dortige Schule die Kapazität habe, sofort alle Uebigauer Schüler aufzunehmen, argumentiert Claus. Es seien nur wenige kleinere Arbeiten (Maler, Elektriker, Fußbodenleger) in maximal vier Räumen nötig. In Uebigau müsste erst die alte Oberschule ertüchtigt werden. Dies sei nur über ein umfangreiches Bauantragsverfahren möglich, weil die Betriebserlaubnis als Schule erloschen ist.

Wird der Hort in Uebigau weitergeführt?Ja, man sei dabei, die Elternwünsche zu ermitteln. Leider sei der Rücklauf des Fragebogens schleppend. Dabei sei es nötig, schnell belastbare Zahlen zu erhalten - auch mit Blick auf die Organisation der Schülerbeförderung, verdeutlicht Hauptamtsleiter Roland Schrey. Wegen der Busverbindungen sei man im engen Kontakt mit dem Schulverwaltungsamt des Kreises. Erste Vorstellungen liegen auf dem Tisch. Bei Nachfrage sei man auch darauf vorbereitet, für den Hort in Wahrenbrück eine Aufstockung der Kapazität zu beantragen, so Beate Block aus dem Stadt-Schulverwaltungsamt.. Bei Bedarf will die Verwaltung in Elternrunden oder -sprechstunden Rede und Antwort stehen.

Montag will das rbb-Fernsehen das Thema aufgreifen.