26 Mädchen und Jungen lernen in diesem Schuljahr im Projekt „Produktives Lernen“ an der Johannes-Clajus-Schule in Herzberg – 16 von ihnen in der 9. Klasse und zehn in der 10. Klasse. Sie kommen aus dem gesamten Kreisgebiet. Die Herzberger Oberschule ist die einzige in Elbe-Elster, die diese Bildungsform anbietet. In Brandenburg insgesamt sind es nur sieben Schulen.
Die meisten Schülerinnen und Schüler haben Probleme mit den Abläufen in der Regelschule. In dem Projekt erfolgt das Lernen mit einem starken Praxisbezug. An drei Tagen in der Woche arbeiten und lernen sie in einem Betrieb, an zwei Tagen sind sie in der Schule. „Wir haben dafür viele Partner in der Praxis, zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe in Gräfendorf, Großrössen oder Bönitz. Aber auch das Baustoffzentrum Herzberg, verschiedene Kindereinrichtungen oder Supermärkte gehören dazu“, sagt Uwe Kucharz, der das Projekt, das es an der Johannes-Clajus-Schule seit 2001 gibt, mit seiner Kollegin Manuela Fehse seit viele Jahren betreut.

Tag der offenen Tür in Herzberg

Auf der Grundlage des „Produktiven Lernens“ können die Mädchen und Jungen mit der erweiterten Berufsbildungsreife einen Schulabschluss der 10. Klasse erreichen, der dem qualifizierten Hauptschulabschluss entspricht. Auch ein Abschluss nach der 9. Klasse ist möglich.
Schüler, Eltern und Betreuer, die mehr über das Projekt erfahren möchten, können am Sonnabend, dem 21. Mai, in das Schulgebäude am Kaxdorfer Weg in Herzberg kommen. Hier findet zwischen 10 Uhr und 12.30 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ statt, bei dem man alle Fragen loswerden kann.