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| 14:45 Uhr

Podiumsdisskussion zur Landratswahl
Schülzke will Kreisumlage senken

Unterschiedliche  Ansichten zu den Personalkosten im Kreis und zu deren Vergleich.

Einen breiten Raum in der Diskussion nahmen die Themen Kreisumlage und Personalkosten im Kreishaushalt ein. Derzeit erhebt der Landkreis eine Umlage von 43,99 Prozent. Zu viel, sagt Iris Schülzke. Viele Kreise in Brandenburg hätten eine niedrigere Umlage. Sie würde die Kreisumlage senken, wenn sie Landrätin wäre. Denn die Gemeinden bräuchten das Geld dringend, auch für freiwillige Aufgaben, sagte sie. Iris Schülzke kritisierte in diesem Zusammenhang die aus ihrer Sicht viel zu hohen Personalkosten der Kreisverwaltung. Sie würden 22,9 Prozent des Gesamthaushaltes ausmachen, in Teltow-Fläming seien es 19,1 Prozent. Die hohen Personalkosten müssten reduziert  werden, sagt sie. Das würde aber Zeit in Anspruch nehmen. An den Eigenbetrieben wolle sie nicht rütteln, so Schülzke weiter.

Christian-Heinrich Jaschinski machte deutlich, dass entscheidend sei, welche Aufgaben ein Kreis abdecke, zum Beispiel als Träger von Schulen oder Betreiber von Eigenbetrieben. Die Zahlen seien schlecht vergleichbar. Die Kreisverwaltung Elbe-Elster habe von 2010 bis 2015 insgesamt 50 Stellen abgebaut. In den nächsten sieben Jahren würden 25 Prozent der Mitarbeiter aus Altersgründen die Verwaltung verlassen, so Heinrich-Jaschinski. Er habe nicht vor, nach der Wahl die Kreisumlage zu erhöhen. Die gute konjunkturelle Lage werde sich durch höhere Erträge auch in Elbe-Elster widerspiegeln. Man werde sehen, wie diese eingesetzt werden. Entscheidend sei auch, wie sich Steuereinnahmen und Zinsniveau entwickelten, sagte er. Eher als die Personalkosten bereiteten ihm der Sozialkosten ein Problem. Die würden mittlerweile 62 Prozent des Haushaltes ausmachen.

Zum Thema Kreisumlage meinte Peter Drenske, dass Elbe-Elster mit 43,99 Prozent im guten Mittelfeld liege. Das spiegele die Wirtschaftskraft wider. Im Speckgürtel liege die Umlage unter 40 Prozent, sagt er und wertet das als Zeichen für die Vernachlässigung des ländlichen Raumes. Im wirtschaftlichen Bereich könne man viel mehr selbst machen, wenn die Kommunen mehr finanzielle Freiheiten hätten, sagte er.