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| 12:48 Uhr

Projektidee kommt fast allen zugute
Schüler helfen bei der Schädlingsbekämpfung

Die Schüler der 5. Klasse aus Hohenbucko, stolz, hier symbolisch mit Nistkasten und Bausatz. Dahinter zufriedene Organisatoren: Iris Schülzke, Hausmeister André Lehmann, Schulleiterin und WAT Lehrerin Ute Schmidt, Tischler  Dietmar Winkel und Thomas Hettwer von der Sparkassenstiftung (v.l.).
Die Schüler der 5. Klasse aus Hohenbucko, stolz, hier symbolisch mit Nistkasten und Bausatz. Dahinter zufriedene Organisatoren: Iris Schülzke, Hausmeister André Lehmann, Schulleiterin und WAT Lehrerin Ute Schmidt, Tischler Dietmar Winkel und Thomas Hettwer von der Sparkassenstiftung (v.l.). FOTO: Rico Meißner
Hohenbucko. Junge Menschen ergreifen in Hohenbucko ökologische Maßnahmen gegen die Kiefernbuschhornblattwespe. Von Rico Meißner

Die Kiefernbuschhornblattwespe hat Feinde. Nicht nur durch die von Menschen ausgebrachten Chemikalien, sondern vor allem auch seitens der Fauna – sprich Vögel. Um ihnen zu helfen, war in Hohenbucko das Kita- und Schulprojekt „Ökologische Schädlingsbekämpfung“ ins Leben gerufen worden. Grund war der starke Schädlingsbefall 2016. Angeschoben wurde es maßgeblich vom Förster Willy Schmidt, Iris Schülzke, fraktionslose Landtagsabgeordnete und dem Verein „Wald- und Heideland“ e.V. Schlieben. Auch die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster Land“ und die  VR Bank Lausitz beteiligten sich. Der simple Grundgedanke: Nistkästen bauen und installieren.

Tischler Dietmar Winkel hatte sich, sobald Geld vorhanden war, um Lärchenholz gekümmert und diese Bretter, in „Bausätze“ umgewandelt, an die Schulen im Landkreis ausgegeben. An der Grundschule Hohenbucko waren es bisher 60 Stück, insgesamt um die 700. Schulleiterin Ute Schmidt, gleichzeitig auch WAT-Lehrerin, hat sie mit ihren Schülern zusammengenagelt. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden sie entweder im Wald angebracht, oder wie die aktuell fünfte Klasse es gemacht hat, mit nach Hause genommen und dort installiert. „Das war Werkunterricht, Kunstunterricht beim Bemalen und Naturerlebnis bei der Aufhängung“, bilanziert Schmidt zufrieden. Sowohl Iris Schülzke, als auch Thomas Hettwer, Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung, zollten den Kindern dafür am Dienstag Respekt.

Bei den Schülern ist die Begeisterung an dem Projekt spürbar, wohl auch, weil es greifbare Ergebnisse gibt. Anna-Lena Klein hat ihren bemalten Kasten an ihr jetzt auf dem Boden stehenden Baumhaus angebracht, wie sie erzählt. Auch andere Vogelnester auf ihrem Grundstück hat sie fotografiert und  mit in die Schule gebracht. Robert Ueckermann hat den bemalten Kasten gleich mit Schriftzug seinem Papa zum Geburtstag geschenkt. In dem Kasten mit der Aufschrift „Für meinen Papa“ sind jetzt Kernbeißer wohnhaft, wie er stolz berichtet. Bei einem anderen Mitschüler sind Spatzen eingezogen.

Die Idee des Projektes kommt allen zugute. Den Schülern, die stolz sowohl auf ihre handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten, sowie ihre Hilfe für die Natur sind und den Vögeln, die nun hunderte neue Nistmöglichkeiten gefunden haben. So sind alle zufrieden, nur ein Akteur wahrscheinlich nicht: die Kiefernbuschhornblattwespe.