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Schüler gestalten Reformation in Schaufenstern

Kathrin Hartmann, Kunstlehrerin an der Elsterlandgrundschule, erläuterte das Vorgehen der Schüler bei der Schaufenstergestaltung.
Kathrin Hartmann, Kunstlehrerin an der Elsterlandgrundschule, erläuterte das Vorgehen der Schüler bei der Schaufenstergestaltung. FOTO: Rudow
Herzberg. Das dürfte einzigartig in Südbrandenburg sein: Herzberger Schulen und Einrichtungen haben leer stehende Schaufenster in der Innenstadt zum Thema Reformation gestaltet. Am Dienstagvormittag haben sich Schüler, Lehrer sowie Bürgermeister Michael Oecknigk mit Mitarbeitern der Verwaltung die Schaufenster angesehen. Birgit Rudow

Die Idee dazu hatte Constanze Mailick, Leiterin der Förderschule "Lernen", vor einigen Monaten im Bildungsausschuss vorgetragen. Bei ihren Kollegen ist sie auf offene Ohren gestoßen.

"Die Schüler haben sich mit dem Thema Reformation beschäftigt und sich Gedanken gemacht. Es ist schön, dass die Leute vor den Schaufenstern stehen bleiben", sagte sie. Auch der Bürgermeister freute sich über diese Aktion und vor allem darüber, dass junge Menschen in der Stadt einen Beitrag zum Reformationsjubiläum leisten. "Der Geist der Reformation ist in Herzberg noch nicht in den Gassen. Vielleicht schlagen die Kinder mit den Schaufenstern eine Brücke zu den Erwachsenen", sagt er. Was es im Mittelalter zu essen gab, welche Kostüme getragen wurden und was Luther so für Sprüche drauf hatte, zeigt das Gemeinschaftsfenster von Förderschule und Produktionsschule. Mit Arbeitsgeräten und dem Handwerk hat sich die Elsterlandgrundschule in ihrem Fenster beschäftigt. Die Förderschule "Albert Schweitzer" hat Spielzeug aus der Reformationszeit ausgestellt. Tobias Sauer und Jonas Wagner aus der Clajus-Schule berichten, wie die 10. Klassen in ihrem Projekt zwei berühmte Luther- Ereignisse - die Bibelübersetzung auf der Wartburg und den Thesenanschlag - in ein Schaufenster gebracht haben.

Die Inhalte sind nicht nur interessant, sondern auch sehr gut in den Schaufenstern dargestellt. Das Ansehen lohnt sich auf jeden Fall.