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| 18:14 Uhr

Ehrenamtliche gelobt
Schönewalde ist dem Kreis auf den Fersen

 Kathrin Kopka und Raik Schumann wurden zum Neujahrsempfang für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Kathrin Kopka für ihr Wirken beim TSV 1888 Schönewalde und Raik Schumann für seinen unermüdlichen Einsatz bei der Feuerwehr und den kulturellen Events im Ortsteil Knippelsdorf.
Kathrin Kopka und Raik Schumann wurden zum Neujahrsempfang für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Kathrin Kopka für ihr Wirken beim TSV 1888 Schönewalde und Raik Schumann für seinen unermüdlichen Einsatz bei der Feuerwehr und den kulturellen Events im Ortsteil Knippelsdorf. FOTO: LR / Rudow
Schönewalde. Der Neujahrsempfang am Donnerstag war eine große Dankesrunde des Bürgermeisters an viele aktive Schönewalder. Von Birgit Rudow

3165 Einwohner hat die Stadt Schönewalde mit ihren elf Ortsteilen. Damit gehört sie zu den kleinen Gemeinden des Landkreises. Hier ist das Leben überschaubar. Und doch staunt man zum Neujahrsempfang jedes Mal aufs Neue, was in so einer kleinen Kommune im Laufe eines Jahres alles möglich ist.

Traditionell finden sich in der Rede von Bürgermeister Michael Stawski so gut wie alle Schönewalder und deren Verbündete wieder – die Feuerwehr, die Vereine, die Kitas, die Schule, die Bundeswehr, die Gönner der Stadt, die Gewerbetreibenden, der Städtebund Elbe-Elsteraue. Breiten Raum in den bürgermeisterlichen Ausführungen nahmen in diesem Jahr die Schönewalder Feuerwehrkameraden ein – aus gutem Grund. Der Kampf gegen die Waldbrände bei Treuenbrietzen und in der Annaburger Heide oder gegen das Feuer in einem Reifenlager in Senftenberg haben auch ihre Hilfe erfordert. Sie selbst waren Anfang August bei einem Großbrand im Schönewalder Gewerbegebiet auf die Unterstützung anderer Wehren angewiesen. Die Einsätze gingen an die Belastungsgrenze der Kameraden und an die ihrer Familien.

 Zu bereden gibt es immer etwas bei der „Städtebündlern“: hier der Vorsitzende des Städtebundes Elbe-Elsteraue, Annaburgs Bürgermeister Rüdiger Neubauer (r.), Herzbergs stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Lang und Schliebens Bauamtsleiter Harald Kutscher.
Zu bereden gibt es immer etwas bei der „Städtebündlern“: hier der Vorsitzende des Städtebundes Elbe-Elsteraue, Annaburgs Bürgermeister Rüdiger Neubauer (r.), Herzbergs stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Lang und Schliebens Bauamtsleiter Harald Kutscher. FOTO: LR / Rudow

Die Ausführungen von Michael Stawski waren wieder mit vielen Zahlen gespickt. Eine wäre besonders hervorzuheben: 1 054 483 Millionen Euro. Diese Summe steckt in sechs Fördermittelbescheiden für die Kita Knippelsdorf, ein neues Löschfahrzeug, Waldbrandschutzwege und die Feuerwehrgerätehäuser in Stolzenhain und Jeßnigk. Dieses Geld garantiert, dass es auch im kommenden Jahr weiter voran geht in Schönewalde.

Die finanziell gebeutelte Stadt jongliert ständig zwischen Förder- und Eigenmitteln, um auf der einen Seite möglichst viel auf die Beine zu stellen, auf der anderen Seite aber auch sparsam zu arbeiten. Und so bat der Bürgermeister den anwesenden ersten Beigeordneten und Kämmerer des Kreises Peter Hans, kurz wegzuhören, als er verkündete, dass Schönewalde im Haushalt 2018 kleine Überschüsse erzielt hat. Peter Hans gab den Ball in seinem Grußwort zurück. Zu keiner Gelegenheit versäumt er zu erklären, dass der Landkreis die Kreisumlage für die Kommunen 2019 auf 42,5 Prozent und 2020 auf 41,85 Prozent senken wird und den Gemeinden damit rund 6 Millionen Euro mehr zur Verfügung stünden. Mit Blick auf die Schönewalder Überschüsse meinte er dann (scherzhaft), dass dies eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Der Kämmerer lobte die Stadtverwaltung dafür, dass sie es geschafft hat, vier Jahresabschlüsse in einem Jahr zu erstellen. „Da müssen wir  Angst bekommen, dass Schönewalde den Landkreis bei den Jahresabschlüssen bald über­flügelt“, so der Kämmerer.

 Schönewaldes Stadtverordnetenvorsteherin Renate Rziha (r.) und Bürgermeister Michael Stawski begrüßten zum Neujahrsempfang zahlreiche Gäste aus der Region und natürlich auch aus der eigenen Stadt, wie hier Grundschulleiterin Katrin Bollhof.
Schönewaldes Stadtverordnetenvorsteherin Renate Rziha (r.) und Bürgermeister Michael Stawski begrüßten zum Neujahrsempfang zahlreiche Gäste aus der Region und natürlich auch aus der eigenen Stadt, wie hier Grundschulleiterin Katrin Bollhof. FOTO: LR / Rudow

Wie Haushalt und Finanzen gehört auch die Beziehung zur Bundeswehr zu den festen Themen beim Schönewalder Neujahrsempfang. Keine Kommune im Kreis ist so eng mit dem Standort verbunden wie Schönewalde. Und dass diese Beziehung ausgesprochen gut ist, bestätigte Donnerstagabend auch Oberstleutnant Mario Czybik, Kommandeur der stationären Einsatzgruppe. Er dankte der Stadt für deren Beitrag zum Tag der Bundeswehr im Juni und versicherte, auch 2019 Verantwortung für die Region zu tragen. „Gemeinsam feiern, miteinander reden und im Gespräch bleiben. Das ist das Wichtigste“, so der Oberstleutnant. Viele Gäste haben das nach dem offiziellen Teil des Empfangs wörtlich genommen.

 Die Damen der Trachtengruppe „Ländchen“ aus Brandis versorgten die Gäste mit einem Glas Sekt zum Anstoßen.
Die Damen der Trachtengruppe „Ländchen“ aus Brandis versorgten die Gäste mit einem Glas Sekt zum Anstoßen. FOTO: LR / Rudow