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Schönewalde: Aus für das leidige Kopfsteinpflaster

Schönewalde. Im September beginnt die Sanierung der Ortsdurchfahrt Schönewalde (L 71) vom Markt bis zum Abzweig Stolzenhain durch den Landesbetrieb Straßenwesen. Etwa 530 000 Euro sind nach jetzigem Vorplanungsstand für den reinen Straßenbau veranschlagt. B. Rudow

Diese Kosten trägt das Land. Etwa 140 000 Euro werden Gehwege und Nebenanlagen kosten. Dafür sind die Stadt und die Anlieger zuständig.

In einer Informationsveranstaltung haben die Bauverwaltung der Stadt und Vertreter des Planungsbüros in dieser Woche die Anwohner über das Vorhaben unterrichtet. Vor fünf Jahren ist der Marktbereich saniert worden. "Jahrelang haben wir versucht, auch eine Lösung für die restliche Kopfsteinpflasterstraße zu finden, haben regelmäßig mit dem Land zusammengesessen und auch die Beschwerden der Bürger weitergereicht. Darum sind wir froh, dass die Straße jetzt endlich in Angriff genommen wird", so Bauamtsleiter Thomas Kräuter. Er verwies darauf, dass es sich derzeit um eine Entwurfsplanung handelt, in die Hinweise eventuell noch eingearbeitet werden können.

Erster Abschnitt ab Herbst

Detlef Wunderlich vom Planungsbüro Kisters in Cottbus erläuterte das Vorhaben in seinen einzelnen Teilbereichen. Der erste Teilbereich, der im Herbst in zwei Abschnitten gebaut werden soll, beginnt am Markt und geht bis zur Gartenstraße. Er ist etwa 270 Meter lang. Im ersten Teil bis zur Pestalozzistraße bleibt es bei der Straßenbreite von 6,30 bis 7,40 Metern. Das Pflaster kommt raus. Die Straße erhält einen Bitumenbelag. Die Borde bleiben stehen. Sie werden an einigen Stellen repariert oder abgesenkt. Die Entwässerung wird ertüchtigt. Die Gehwege sind zum großen Teil in Ordnung und werden nicht erneuert. Für den zweiten Teil von der Pestalozzistraße bis zur Gartenstraße ist laut Detlef Wunderlich vorgesehen, die Borde komplett zu erneuern und Stellflächen zu integrieren. Die Gehweganlagen werden auf beiden Seiten weitestgehend neu gestaltet. Die Arbeiten sollen im September beginnen und Ende November abgeschlossen sein.

Zweiter Bereich folgt 2016/17

Der zweite Baubereich von der Gartenstraße bis einschließlich Kreuzungsbereich Richtung Stolzenhain soll 2016 oder 2017 in Angriff genommen werden. Die Straße erhält eine Bitumendecke, die Zufahrten werden erneuert, die Gehwege in einer Breite von 1,80 Metern neu angelegt. Die Mittelinsel im Kreuzungsbereich bleibt erhalten. Die Einbiegungen werden für eine bessere Einsicht entschärft.

Die Bürger interessierten sich vor allem für die Kosten, die in Form von Anliegerbeiträgen auf sie zukommen. Konkrete Angaben dazu konnte das Bauamt in dieser Phase der Planung noch nicht machen. Thomas Kräuter informierte, dass für den ersten Teilabschnitt nach derzeitigem Stand Kosten in Höhe von 12 300Euro kalkuliert sind, für den zweiten Teilabschnitt 56 300 Euro und für den zweiten Baubereich 73 400 Euro. 40 Prozent trägt die Stadt, 60 Prozent müssen die Anwohner leisten. Grundlage der Beitragsberechnung ist laut entsprechender Satzung die Grundstücksgröße im Innenbereich, so Andrea Horlitz vom Bauamt.