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Schnuppertour zu Konzertflügeln nach Hamburg

Mit dem jüngsten Beschluss des Brandenburger Kabinetts zur Stärkung der Regionalen Wachstumskerne hat der Bau der Stadthalle Finsterwalde weiteren wichtigen Rückenwind erhalten. Die RUNDSCHAU sprach mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der Stadthalle.

Was ging Ihnen als Vorsitzendem des Fördervereins nach dem Kabinettsbeschluss durch den Kopf?
Rainer Willems Ich habe mich sehr gefreut. Ich habe mich gefreut für Finsterwalde, weil die Anstrengungen von Bürgermeister Gampe für ein lebens- und liebenswertes Finsterwalde weiterhin überaus erfolgreich sind. Ich habe mich für die Region gefreut, weil wir durch die geförderten Maßnahmen, insbesondere durch den Bau des Sängerstadt Kultur-, Kunst- und Kongresszentrums, weiter auf dem besten Weg sind, eine besondere Stellung hier einzunehmen. Und ich habe mich selbstverständlich für den Verein und seine Mitglieder gefreut, weil unsere Anstrengungen für den Bau der Stadthalle wieder als richtig bestätigt wurden.

Motiviert das den Verein für seine weitere Arbeit?
Rainer Willems Natürlich müssen wir am Ball bleiben. Es gilt, die Bürgerinnen und Bürger von Finsterwalde weiter für das Projekt zu begeistern und bei all denen, die dem Bau der Stadthalle noch kritisch gegenüberstehen, Verständnis dafür zu wecken, dass Finsterwalde hier nur gewinnen kann. Inzwischen zeigt sich ja immer mehr, dass die "weichen Faktoren" von enormer Bedeutung für eine Stadt und eine Region sind. Dass wir hier punkten wollen und müssen, dafür wollen wir uns weiter engagieren.

Als nächsten Coup planen Sie eine Reise nach Hamburg?
Rainer Willems Coup ist vielleicht zu spektakulär formuliert. Wir haben mit Unterstützung der Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde die Aktion "Ein Konzertflügel für Finsterwalde" ins Leben gerufen. Natürlich sind wir gefragt worden, was das in diesem frühen Stadium soll. Es ist ja noch nicht einmal der Grundstein der Halle gelegt. Aber ein solches qualitativ hochwertiges Instrument ist nicht billig. Und da wollten wir rechtzeitig mit dem Sammeln anfangen. Damit wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch zeigen können, wofür sie spenden, haben wir diese Besichtigung bei Steinway & Sons organisiert. Wir denken, dass sich danach herumspricht, was für eine tolle Sache eine solche Anschaffung ist.

Gibt es weitere Vorhaben 2017?
Rainer Willems Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September laden wir gemeinsam mit der Stadt Finsterwalde zum Konzert in die zukünftige Stadthalle ein. Der Erfolg des letzten Jahres hat gezeigt, dass man auch jetzt schon dort gute Musik hören kann. Da der Sommer bisher eher durchwachsen war, hoffen wir im September auch auf schönes Wetter. Und wir wollen auch dieses Konzert wieder nutzen, um für unseren Verein und unsere Sache zu werben.

Wie viele Mitglieder zählt der Verein gegenwärtig und wie können sich weitere Interessenten einbringen?
Rainer Willems Wir sind jetzt etwa 100 Mitglieder. Wir würden uns jedoch freuen, wenn wir noch viele weitere Mitglieder gewinnen könnten. Je näher die Eröffnung der Stadthalle kommt, desto vielfältiger werden sicher auch unsere Aktivitäten. Und da wird jeder gebraucht. Interessierte können sich also sehr gerne bei uns melden, auch per Mail unter finsterwal-

der.kunstfreunde@gmx.de.

Mit Rainer Willems sprach

Gabi Böttcher

Zum Thema:
Die renommierte Klavierbauerfirma Steinway & Sons hat dem Förderverein angeboten, sich bei einer Firmenbesichtigung in Hamburg umfassend über Arbeitsvorgänge und Instrumentenpalette zu informieren. Am 23. Oktober gibt es eine Führung in der Firma und zudem eine einstündige Führung durch die Elbphilharmonie sowie eine anderthalbstündige Speicherstadt- und Hafencityführung. Kosten für diese Tagesfahrt pro Teilnehmer: 55 Euro. Wer dabei sein möchte, sende eine Mail an: s25.fritsche@gmail.com oder schreibe an: Förderverein Stadthalle Finsterwalde, Postfach 11 18, 03238 Finsterwalde. Bitte Namen, Anschrift, Telefonkontakt, Anzahl der Personen vermerken.