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Interview
Schmieden verlernt man so wenig wie knutschen

Hallo Herr Hoenig, wie kommt ein so viel beschäftigter Schauspieler wie Sie zum Schmieden?

Heinz Hoenig: Ich habe Betriebsschlosser gelernt im Harz bei den Unterharzer Hüttenwerken. Dazu gehörte auch das Schmieden. Das verlernt man nie, genau so wenig wie Fahrradfahren oder das Knutschen.

Was verbindet Sie mit der Aktion „Schmieden für den Frieden“? 

Heinz Hoenig: Ich habe die Aktion 2015 mit  Alfred Bullermann und Tom Carstens ins Leben gerufen. Das wurde ja auch Zeit. Am 8. Mai, dieses Datum dürfte bekannt sein,  treffen sich jedes Jahr internationale Schmiede. Und es wird geschmiedet! Wir haben uns auf den Friedensnagel geeinigt, ein Symbol des Zusammenseins der Schmiede in der ganzen Welt. Jetzt bekommt der Nagel noch eine Friedenstaube im Kopf eingeprägt und wird zum Friedensnagel.

Waren Sie schon einmal in Herzberg oder in der Region Elbe-Elster?

Heinz Hoenig: Nein, aber es soll sehr schön sein.

Können Sie uns kurz etwas zu Ihrer Stiftung sagen?

Heinz Hoenig: Es ist eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft. Ich arbeite schon seit 14 Jahren mit Kindern in Not und es will nicht aufhören. Mein nächstes Ziel wird eine Kinder-Spiel-Scheune sein. Da wird ein Theater für Kinder seinen Platz finden, das sich auch nach außen öffnen wird mit verschiedenen Werkstätten –   Holz, Stein, Stoff und Eisen. Man wird dort auch Brot backen lernen können und Einiges mehr. Sie werden davon hören. Kinderscheune 86 soll sie heißen, um dem ganzen einen Namen zu geben. Für Kinder von 6 bis 86 haben wir damals immer im Gripstheater gesagt (lacht).

Mit Heinz Hoenig sprach
Birgit Rudow.