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| 17:14 Uhr

Karnevalsabschluss
Schlüssel und Seepferd abgegeben

Antrittsbesuch und Schlüsselübergabe der Gräfendorfer Karnevalisten bei Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (5.v.l.) im Herzberger Rathaus.
Antrittsbesuch und Schlüsselübergabe der Gräfendorfer Karnevalisten bei Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (5.v.l.) im Herzberger Rathaus. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Herzberg. Warum Bürgermeister Karsten Eule-Prütz den GKV im Neoprenanzug empfing.

(ru) Die Karnevalisten vom Gräfendorfer Karnevalverein (GKV) haben am Rosenmontag den Schlüssel für das Herzberger Rathaus persönlich bei Bürgermeister Karsten Eule-Prütz in der Kreisstadt wieder abgegeben. „Das ist ein Novum. Aber es brechen ja andere Zeiten an“, betonte GKV-Präsident Gerd Rothaug. Herzberger wissen, was er damit meint, denn die Gräfendorfer haben sich den Schlüssel am 11.11. nicht wie sonst aus Herzberg geholt. Weil die Chemie zwischen GKV und Noch-Bürgermeister Michael Oecknigk damals nicht mehr stimmte, hatten sie im Ortsteil für den Karnevalsauftakt ihr eigenes Rathaus eröffnet und Neu-Bürgermeister Karsten Eule-Prütz dazu eingeladen. Der hatte herausgefunden, dass der GKV ihm in Anspielung auf seine Schwimm-Aktion während des Wahlkampfes ein hölzernes Seepferdchen schenken wollte und hat versprochen, im Neoprenanzug zu kommen. Doch daraus wurde nichts. Der künftige Rathauschef wurde krank, und die ganze Aktion fiel – um im Bild zu bleiben – ins Wasser.

So nutzte der GKV die Gelegenheit am Rosenmontag nicht nur zur Schlüsselrückübergabe und zum Antrittsbesuch beim neuen Bürgermeister, sondern endlich auch zur Übergabe des Seepferdchens. Karsten Eule-Prütz ließ sich nicht lumpen, hielt seinerseits das Versprechen und zwängte sich zur Feier des Tages (zumindest kurz) in den Synthetikkautschuk. Er versprach den Karnevalisten auch, dass ihnen der Marktplatz zum nächsten 11.11. wieder zur Verfügung stehen wird.

Mit Pfannkuchen, einem Glas Sekt und Schunkelmusik wurde dann noch etwas Rosenmontag gefeiert. Und während die Narren jetzt erst einmal Pause haben, muss der Bürgermeister auf die kommunalpolitische Tube drücken. Am Abend ging’s in den Hauptausschuss.

(ru)