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Schliebener wollen 2017 viele Projekte anpacken

Schlieben. Das ist beschlossene Sache. Die ehrgeizigen Pläne werden jedoch von der Tatsache getrübt, dass der Haushaltsplan wieder nicht ausgeglichen ist. Sylvia Kunze

In der zurückliegenden Stadtverordnetensitzung haben die Schliebener Abgeordneten den Haushaltsplan für 2017 beschlossen. Mehrere Diskussionsrunden waren der Abstimmung vorausgegangen. In allen zeichneten sich immer wieder zwei Probleme ab: Der Finanzplan wird auch in diesem Jahr wieder ein Minus aufweisen. Und die investiven Mittel reichen nicht aus, um alle Vorhaben auszufinanzieren.

Also war kluges Herangehen bei der Finanzplanung gefragt. Kämmerin Cindy Wegner konnte letztlich einen beschlussfähigen Entwurf auf den Tisch legen. Der sieht zwar immer noch einen Fehlbetrag von 52 000 Euro vor, aber im Vergleich zum geplanten Negativbetrag vom Vorjahr (118 900 Euro) macht er Hoffnung, dass die städtische Finanzsituation langsam "gesundet". "Erste Hochrechnungen lassen den Abschluss des Vorjahres noch deutlich besser aussehen. Der zeichnet sich sogar leicht positiv ab", bekräftigt die Finanzverantwortliche diesen Trend. Aber: "Am insgesamt über die Vorjahre aufgelaufenen Fehlbetrag von rund einer halben Million Euro werden wir noch einige Jahre arbeiten müssen", schränkt sie gleich wieder ein Stück weit ein.

Sparen und ausschöpfen aller Einsparpotenziale steht deshalb weiter an erster Stelle. "Neues lässt sich da nicht mehr auftun", schätzt Cindy Wegner ein. Vorhandenes und bereits Angefasstes müsse immer und immer wieder in die Hand genommen und in die Waagschale geworfen werden, zum Beispiel Satzungen aktualisieren, kommunales Vermögen (hauptsächlich Immobilien) veräußern und Betriebskosten senken.

Ein Teil der geplanten 2017er-Vorhaben zielt genau auf den letztgenannten Punkt ab: die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Krassig sowie in Berga in der Krassiger Straße und im Birkenweg und die Erneuerung der Wärmeerzeugung in der Kita "Fröhliche Kellergeister". Auf der Investitionsliste stehen darüber hinaus noch die Vorhaben: Erneuerung Gehweg Berga Krassiger Straße, Ausbau Waldbrandschutzweg, Spielgerät Hort, Rasentraktor Schule und Pflasterfläche Friedhof Wehrhain.

Darüber hinaus werden nicht unbeträchtliche Mittel in die Unterhaltung gesteckt. Davon profitieren sollen unter anderem das Haus in der Herzberger Str. 11 (Dach und Schimmelbeseitigung), der "Ratskeller" (Decke), einige Straßen (z. B. Ortslage Jagsal, OV Werchau - Krassig, Gartenstraße/Platz der Jugend), die Schule (u.a. auch die Außentreppe Haus III), die Zäune der Friedhöfe in Frankenhain und Wehrhain.

Zusammengerechnet veranschlagen die Schliebener für die geplanten Mittel für investive Vorhaben und für die Unterhaltung fast eine halbe Million Euro.