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Neujahrsempfang
Schliebener Land rückt sich ins Licht

Bei der Präsentation der neuen Imagebroschüre für das Schliebener Land galt besonderer Dank dem langjährigen Schliebener Ortschronisten Hans-Dieter Lehmann (r.), der von Amtsdirektor Andreas Polz sozusagen das 1. Exemplar überreicht bekam.
Bei der Präsentation der neuen Imagebroschüre für das Schliebener Land galt besonderer Dank dem langjährigen Schliebener Ortschronisten Hans-Dieter Lehmann (r.), der von Amtsdirektor Andreas Polz sozusagen das 1. Exemplar überreicht bekam. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Amt Schlieben . Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Amtes Schlieben ist am Donnerstagabend eine neue Imagebroschüre vorgestellt worden. Von Sylvia Kunze

Amtsdirektor Andreas Polz weiß sehr wohl, wann es angebracht ist, solide Arbeit zu leisten und wann man mal richtig auf den Putz hauen kann. Ersteres haben er, seine Mitarbeiter in der Verwaltung und die gewählten Abgeordneten in der Stadt Schlieben sowie den amtsangehörigen Gemeinden Kremitzaue, Lebusa, Hohenbucko und Fichtwald das gesamte Jahr über getan. Für Letztgenanntes war dann am Donnerstagabend beim traditionellen Neujahrsempfang die Zeit gekommen. Nachdem bereits 2017 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Schliebener Amtes ein neues Logo präsentiert worden war, legte Andreas Polz nun eine Imagebroschüre für das Schliebener Land vor. Getreu der Devise „Tue Gutes und rede darüber“ ist das ein weiterer Meilenstein, der die Region weiter in das Licht der Öffentlichkeit rücken soll.

Aufgelistet und vorgestellt werden darin „Menschen, Ideen, Erreichtes und Orte“. Gedacht ist die Broschüre als ein Zeugnis der Arbeit vieler „Menschen aus dem Schliebener Land für Menschen nicht nur aus dem Schliebener Land“ und – so das große Ziel des Amtsdirektors – sie „sollte in keiner gut sortierten Bibliothek fehlen“. Maßgeblichen Anteil am Gelingen dieses Buchprojektes hatten einmal mehr die Mitglieder des Freundeskreises Zliuuini, aber auch der BücherKammer aus Herzberg galt großer Dank.

Wie weitsichtig man beim Erstellen des Büchleins schon dachte, zeigt sich in einem kleinen Detail. Vorn auf dem Einband ist auch das neue Logo des Elbe-Elster-Kreises zu sehen. Das ist zwar noch nicht offiziell vorgestellt, aber man wolle ja nicht gleich wieder unaktuell sein, verteidigte der Schliebener Amtschef den Vorgriff.

Wie Andreas Polz weiter informierte, ist ein nächster Meilenstein in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für die Region schon in Arbeit. Dabei handelt es sich um eine City-App. Seine Einladung ging an alle Gewebetreibenden und Betriebe, als er aufforderte: „Wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft, seien Sie dabei!“ Von einem konkreten Termin, wann die App zur Nutzung freigegeben wird, war noch nichts zu hören. Es ist jedoch bekannt, dass im Amt schon seit geraumer Zeit daran gearbeitet wird.

Im darauffolgenden Teil seiner Rede holte sich der Amtsdirektor mit Jochen Haase den Hausherren des Abends an seine Seite. Denn der Empfang fand diesmal nicht im Drandorfhof, sondern im neuen Multifunktionsraum der Schliebener Grund- und Gesamtschule statt. Auch das aus gutem Grund. Der neu hergerichtete Raum kann sich durchaus sehen lassen. Und mit ihm auch all das andere im Schliebener Schulzentrum. Polz hat es einmal zusammengerechnet. In den heute als sicher geltenden Schulstandort sind in den zurückliegenden Jahren mehr als drei Millionen Euro aus dem Schliebener Stadthaushalt geflossen, unter anderem in die Sanierung Haus III (2010), in die Sanierung vom Dach Haus I (2014), in die energetische Sanierung Haus II (2014), in die Sanierung der Essenausgabe (2015), in die 100-Meter-Laufbahn (2015), in die Buswendeschleife (2016), in die energetische Sanierung Haus IV (2016/2017), in die Sanierung des Inneren Haus IV (2016/2017). Polz und Schulleiter Haase sind sich darin einig, dass man „alles richtig gemacht“ hat. Sowohl mit der einstigen Beschlussfassung, die Oberschule in städtischer Trägerschaft zu behalten, als auch mit den Folgebeschlüssen, die die Erneuerung nach und nach vorantrieben.

Inzwischen liege die Schülerzahl konstant bei um die 300, berichtete Haase. Die Mädchen und Jungen kommen zurzeit aus 44 Orten. 71 Prozent von ihnen sind Fahrschüler. Sie nehmen den Weg auf sich, weil das Schulzentrum mit Grundschul- und Oberschulteil einen derart guten Stand in der Region hat. Nicht zuletzt bestätigen solche Auszeichnungen wie „Schule mit hervorragender Berufsorientierung“ und „Beste Schulbibliothek Brandenburgs“ die hohe Qualität der geleisteten Arbeit.

Der Schliebener Männergesangsverein übernahm am Donnerstagabend die musikalische Begleitung und gab einen kleinen Einblick in sein Repertoire. Wer mehr hören will, ist zu den nächsten Konzerten herzlich eingeladen.
Der Schliebener Männergesangsverein übernahm am Donnerstagabend die musikalische Begleitung und gab einen kleinen Einblick in sein Repertoire. Wer mehr hören will, ist zu den nächsten Konzerten herzlich eingeladen. FOTO: Sylvia Kunze / LR