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| 02:37 Uhr

Schliebener Abgeordnete üben Invest-Mathematik

Schlieben. Ein erster Entwurf für mögliche Investitionen in diesem Jahr in der Stadt Schlieben hat sich zwar ganz gut gelesen, ist in seiner finanziellen Auflistung aber noch weit über das Ziel hinausgeschossen. Unter dem Strich kamen in dieser ersten Invest-Variante Gesamtbaukosten von etwa 300 000 Euro zusammen. Sylvia Kunze

Ein Drittel davon sollte durch Fördermittel abgedeckt werden. Zuzüglich von Anliegerbeiträgen, die bei einigen Vorhaben anfallen, blieb dennoch ein stattlicher städtischer Eigenanteil von rund 150 000 Euro.

Gut 90 000 Euro werde die Stadt Schlieben aber nur als investive Schlüsselzuweisung vom Land erhalten und entsprechend verplanen können, erläutert Bauamtsleiter Harald Kutscher. "Die Rechnung geht noch nicht auf. Wir müssen reden", forderte er jüngst die Abgeordneten auf.

Auf der Investitionsliste stehen unter anderem "Überhangvorhaben" aus Vorjahresplänen, Projekte, die sich aufgrund anderer Baumaßnahmen ableiten und andere Vorhaben, die realisiert werden müssten, weil der Handlungsbedarf immer größer wird. Der erste Entwurf sah unter anderem vor: Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Horstweg, im Ortsteil Krassig, in der Krassiger Straße in Berga und im Birkenweg in Berga; die Erneuerung des Gehwegs in der Krassiger Straße in Berga; die Umstellung der Wärmeerzeugung in der Kita in Schlieben; die Erneuerung der Beleuchtung und der Decke im Sitzungsraum im "Ratskeller"; die Erneuerung des Dachs des kommunalen Gebäudes Herzberger Str. 10; die Erneuerung von Spielgeräten im Drandorfhof; den Bau der Regenwasserleitung in der Waldstraße in Oelsig; Wurzelschutz entlang der Ortsverbindungsstraße zwischen Werchau und Krassig.

Und damit noch nicht genug: Auf einer Nachrückerliste finden sich weitere wichtige Aufgaben wie der Wegebau zwischen Naundorf und Wehrhain, die Sanierung des Frankenhainer Glockenturms und die Sanierung der maroden Langen Straße in Schlieben.

Der Bauamtsleiter hat deutlich gemacht, dass das alles keinesfalls in nur einem Jahr realisiert werden könne und man sich noch einmal über die Prioritäten unterhalten müsse. Schon in der nächsten Sitzung des städtischen Bauausschusses sollen die Weichen für die machbaren 2017er-Investitionen gestellt werden. Bis dahin ist das Bauamt gefordert, sämtliche wichtigen Kosten zu ermitteln und in Erfahrung zu bringen, bei welchen Vorhaben sich die Stadt berechtigte Hoffnungen auf Fördergeld machen kann.