ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:04 Uhr

Immobilien
Schlieben-Berga: Immobilien noch immer nicht verkauft

Schlieben. Bisherige Kaufangebote waren zu niedrig, deshalb hält das Land weiter die Hand über die vier Gebäude. Sylvia Kunze

Für die vier Ende vergangenen Jahres vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen zum Kauf ausgeschriebenen Immobilien im Wissenschafts- und Industriepark Schlieben-Berga sind zwar Kaufangebote eingegangen. Aber weil diese deutlich unter dem verlangten Preis lagen, hat keiner der Kaufinteressenten den Zuschlag erhalten.

Die Angebote konnten für ein Büro-/Pensionsgebäude, ein Büro-/Geschäftsgebäude, ein Bürogebäude und ein Büro- und Saalgebäude abgegeben werden. Mitgeboten hatte auch der seit drei Jahren mit seiner Familie in Schlieben ansässige Muharrem Batman. Seine Vision war, dass sich dort „ein Kunst- und Kulturzentrum mit überregionaler Bedeutung“ etabliert. Dieses sollte unter anderem ein Elektronik- und Kunstmuseum beinhalten und produzierende Künstlerwerkstätten sowie Freizeit- und Aufenthaltsräume der Künstler vorhalten, mit denen er zusammenarbeiten wollte. Im Saal sah er Nutzungsmöglichkeiten für hiesige und überregionale Vereine sowohl für private als auch für öffentliche Veranstaltungen.

Einen Zuschlag hat auch er nicht bekommen. Doch Muharrem Batman hat die Idee deshalb nicht zu den Akten gelegt. Nur kurzfristig, berichtet er. „Aber ich bin noch dabei. Ich habe Leute gefunden, die hinter mir stehen. Ich möchte, dass das Projekt vorankommt, dass hier was in Schlieben passiert“, schiebt der künstlerisch ambitionierte Geschäftsmann nach.

Axel Vogt vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen indessen weiß noch nicht so recht, wie es mit den vier Immobilien weitergehen soll. Die vor Jahresfrist abgegebenen Kaufangebote hätten jedenfalls deutlich unter den Vorstellungen der Behörde gelegen, bekräftigt er. „Unter Wert wollen wir sie nicht abgeben. Und wir sind zudem auch bestrebt, sie im Komplex zu veräußern“, benennt er zwei Aspekte, die das Bestreben, die vier Gebäude in neue Hände zu geben, nicht vereinfachen.

Über kurz oder lang bleibe aus seiner Sicht nur die Möglichkeit, sie entweder neu zum Kauf auszuschreiben oder in eine Grundstücks­auktion zu geben. Doch die letztgenannte Variante wäre aus Sicht von Axel Vogt dann auch wirklich das letzte Mittel, neue Besitzer für die Immobilien im Bergaer Wissenschafts- und Industriepark zu finden.