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| 17:49 Uhr

Regionale Wirtschaft
Schlechtes Zeichen für die Wirtschaft

Herzberg. Umzug der IHK-Geschäftsstelle von Herzberg nach Bad Liebenwerda stößt auf Unverständnis. Von Sven Gückel

Der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus gefasste Beschluss, die Geschäftsstelle der Kammer für Elbe-Elster in Herzberg zu schließen und nach Bad Liebenwerda zu verlegen, sorgt in der Kreisstadt für gehöriges Unverständnis. Zumal die aktuelle Kreisentwicklungskonzeption, so Gerd Rothaug, Vorsitzender des Regionalausschusses Elbe-Elster der IHK, klare Vorgaben aufzeige. Finsterwalde ist Wirtschaftsstandort, Bad Liebenwerda fokussiert sich als Kurstandort und Herzberg soll der Verwaltungsstandort des Landkreises Elbe-Elster sein. Mit dem Beschluss der IHK-Vollversammlung zur Verlegung der Geschäftsstelle nach Bad Liebenwerda werde aber genau diese Konzeption missachtet.

Die von der IHK Cottbus benannten Gründe einer zu hohen Miete in Herzberg seien zwar nachvollziehbar, jedoch wurde weder dem Bürgermeister noch der Wirtschaftsförderin der Stadt Herzberg die Chance gegeben, sich im Ort gemeinsam nach einer Alternative umzusehen, war aus dem Herzberger Rathaus zu erfahren. Vielmehr seien sowohl der Bürgermeister als auch Wirtschaftsförderung im Vorfeld zu keinem Zeitpunkt über den Beschluss informiert oder um einen Gesprächstermin gebeten worden.

Als Mitglied der IHK-Vollversammlung und Gründer des Regionalausschusses Elbe-Elster habe er intensiv um den Verbleib der Geschäftsstelle in Herzberg gekämpft, betont Gerd Rothaug. Rückendeckung erhält er durch die Mitglieder Stadtverordnetenversammlung, die sich einhellig gegen einen Umzug aussprachen, als auch durch den Gewerbeverein der Stadt. Dessen Vorsitzender Volkmar Tietze erwähnt, dass man gerade in jüngster Zeit eine gute Zusammenarbeit mit der IHK aufweisen konnte. Zumal die Präsenz der Kammer in der Vergangenheit nicht so wie von vielen Unternehmen gewünscht ausfiel. Künftig müsse man deshalb wohl davon ausgehen, dass die IHK im Raum Herzberg noch weniger zu spüren ist. Den Umzug erachten der Vorstand des Gewerbevereins als auch der Bürgermeister Karsten Eule-Prütz als ein schlechtes Zeichen für die Kreisstadt und deren wirtschaftliches Umfeld.