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| 02:37 Uhr

Schlammpiste durch Umleitungsverkehr

Löcher, Matsch, heruntergefahrene Borde — so sieht es in Buckau aus, wenn sich Umleitungsverkehr von der Bundesstraße bei nassem Wetter durch den Ort quält.
Löcher, Matsch, heruntergefahrene Borde — so sieht es in Buckau aus, wenn sich Umleitungsverkehr von der Bundesstraße bei nassem Wetter durch den Ort quält. FOTO: dmu1
Ein Unfall auf der B 87 zwischen Herzberg und Fermerswalde zieht eine Vollsperrung nach sich und eine Umleitung des Verkehrs über Buckau. Und das Chaos ist perfekt. Erst recht bei nassem Wetter. So geschehen am Dienstag. Sylvia Kunze

Buckau. Kerstin Hentzka, die in Buckau wohnt, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie auf die Straße schaut. Dort schlängelt sich Lkw an Lkw über die schmale Fahrbahn. Dass sich Fahrzeuge im Gegenverkehr begegnen, ist auf der schmalen Dorfstraße ein Unding. Also wird ausgewichen, auf den Fahrbahnrand, der entweder gänzlich unbefestigt ist oder an vielen Grundstückseinfahrten mit Rasengittersteinen. Die Straße und deren Randbereiche gleichen wegen des nassen Wetters einer völlig löchrigen, total ausgefahrenen Schlammpiste. "Das kann doch so nicht weitergehen", schimpft die Buckauerin. "Die Autos, besonders die Lkw, fahren die Borde runter, lassen für die Last nicht ausgelegte Rasengittersteine bersten und spritzen die Zäune und Häuser voll", ärgert sich Kerstin Hentzka.

Mehrere Stunden rollt der Umleitungsverkehr durch das kleine Dorf mit der schon seit Jahren maroden Kreisstraße, für deren Sanierung immer kein Geld übrig war. Erst unlängst war sie Thema in Herzberger Abgeordnetenkreisen. Gerd Rothaug sah eine Möglichkeit, als Ausgleich für den Umzug des Gymnasiums ins OSZ, Mittel vom Kreis für Buckau abzufordern, vermutet aber, dass entsprechende Arbeiten erst 2017/18 machbar seien. Die Stadt hat zumindest schon mal die kommunalen Planungskosten, die sich aus so einer Baumaßnahme ergeben würden, für den Haushalt 2017 vorgemerkt. Bürgermeister Michael Oecknigk will das Thema in den nächsten Ausschuss-Sitzungen gleich noch einmal aufgreifen. Nach den Umleitungserfahrungen vom Dienstag wird so mancher Buckauer darauf sicher auch drängen.

Ungeachtet dieser Diskussion muss aber vor Ort im kleinen Rahmen sofort gehandelt werden. Und das passiert auch schon. Gleich am Dienstag hat der Landesbetrieb mit der Kehrwalze den größten Schmutz von der Straße abgekehrt. Die Kreisstraßenmeisterei begann, die tiefen Fahrspuren rechts und links der Straße zu beseitigen und für den Ablauf des Wassers zu sorgen. Auch der städtische Bauhof legt dabei mit Hand an.

Parallel dazu hat die RUNDSCHAU eine Anfrage von Kerstin Hentzka bezüglich einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h im Ort während einer Umleitung an den Leiter des kreislichen Straßenverkehrsamtes weitergeleitet. "Wir nehmen den Hinweis gern auf und werden das besprechen, ob künftig im Fall einer Umleitung des Verkehrs von der B 87 über Buckau eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch mit ausgewiesen wird", versprach Stefan Wagenmann.