Die Großrössener Kita ist ihrem Ziel, sich als Kneipp-Kita zertifizieren zu lassen, ein großes Stück näher gekommen. Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen verfügt sie über Kneipp-Becken, Sauna und Barfußpfad. Zudem wurden die Sanitäranlagen komplett erneuert. Was sich die Bauleute unter der Baubetreuung von Planerin Annett Hussock vorgenommen hatten, das haben sie auch geschafft, sowohl im zeitlichen als auch im finanziellen Rahmen. 81 970 Euro hat die Sanierung gekostet. 60 300 Euro davon kamen aus dem Leader-Fördertopf.

"Es gibt im weiteren Umkreis mit Zeischa und Knippelsdorf nur noch zwei Kneipp-Kitas. So haben wir mit der Kita in Großrössen für unsere Region auch ein Alleinstellungsmerkmal", sagte Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick (parteilos) bei der kleinen Feierstunde gestern. Dass das bei den Eltern gut ankommt, beweisen die Anmeldezahlen für die Kita in Großrössen. Sie hat eine Kapazität für 22 Kinder. Schon jetzt liegen für den August nächsten Jahres Anmeldungen für 27 Kinder vor. Ein Antrag auf Kapazitätserweiterung von Seiten der Stadt beim Land läuft bereits. Doch mit solch kurzzeitigen Ausnahmegenehmigungen wird das Problem des Platzmangels in der Kita Großrössen - es ist die einzige, die die Stadt Falkenberg noch in einem Ortsteil unterhält - nicht gelöst sein. Herold Quick kennt den Wunsch der Großrössener nach einem Ausbau des Obergeschosses. Er könne noch nichts Festes zusagen, meint er. Aber er denke schon, dass man bald Hand anlegen werde. Erstmal sei 2018 aber der Anbau an die Kita Rothsteinslache in Falkenberg vorgesehen.

Von den neuen Sanitäranlagen sind Erzieherinnen, Kinder und Eltern in Großrössen gleichermaßen begeistert. Nun soll auch die Sauna möglichst schnell funktionstüchtig gemacht werden. Die Kinder dankten den Bauleuten und allen Beteiligten mit zahlreichen Strophen des Liedes von den fleißigen Handwerkern in einer textlich extra auf ihre Kita abgestimmte Version. Für die Handwerker hatten sie noch eine kleine selbst gebastelte Überraschung.

Doch auch die Kinder bekamen gestern Geschenke. Der Bürgermeister hatte einen ganzen Packen bunter Handtücher für die künftigen Saunabesuche im Gepäck. Annett Hussock spendierte der Kita einen Scheck in Höhe von 200 Euro und Jens Hattwig vom gleichnamigen Herzberger Bauunternehmen, das an der Kita gearbeitet hat, brachte neues Spielzeug mit. Im entfernteren Sinn war das nicht ganz uneigennützig. "Kinder sind unsere Zukunft, und das Handwerk braucht Zukunft", meinte er.