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| 02:42 Uhr

Sanierung der alten Elsterbrücke seit mehr als 20 Jahren Thema

Kleinrössen/Neudeck. Für die Sanierung der Elsterbrücke zwischen Kleinrössen und Neudeck werden laut Reinhard Franke, Dezernatsleiter im Landesbetrieb Straßenwesen, jetzt die Vorbereitungen für die Entwurfsplanung getroffen. Mit Baubeginn werde zurzeit erst "nach 2015/2016" gerechnet. "Wie viel Zeit da vergeht – das ist ein riesengroßes Trauerspiel", schimpft Peter Schumann aus Großrössen. Denn um die Sanierung der Brücke wird vor Ort seit Jahren gekämpft. Sylvia Kunze

Peter Schumann, langjähriger Bürgermeister in Großrössen, verfolgt die Diskussion um die Erneuerung der Elsterbrücke seit Jahren und macht seinem Ärger Luft. Weil der Überweg über den Fluss bereits zu DDR-Zeiten nur mit begrenzter Belastung befahren werden durfte, sei schon 1992 ein erstes Projekt zur Rekonstruktion der Brücke vorgelegt worden, erinnert er sich. Es habe auch mehrere Standortberatungen gegeben, aber dann sei das Projekt verworfen worden, "insbesondere vom Denkmalschutz. Begründung: Verunglimpfung der Dreibogenbrücke."

Dann sei die Behelfsbrücke errichtet worden, "zuerst konzipiert für einen Zeitraum von acht Jahren. Diese Zeit ist längst abgelaufen. Außerdem ist die Brücke eine Zumutung für alle Verkehrsteilnehmer", ärgert sich Schumann. Gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten hat er in den Jahren 2006 und 2010 Unterschriftensammlungen begleitet. Diese wurden dem zuständigen Landesministerium zugeleitet.

Aber so richtig was passiert ist danach dennoch nicht, obwohl die Brücke immer wieder Thema war. Beispielsweise auch beim Besuch von Ministerin Wanka 2007 im Elbe-Elster-Kreis. "Bei diesem wurde eine nochmalige Prüfung einer eventuellen Rekonstruktion der alten Dreibogenbrücke in Auftrag gegeben. Später hieß es, diese sei möglich. Aber es ging trotzdem nicht weiter", resümiert Peter Schumann. Hoffnung keimte auf, als "2010 in Potsdam ein Staatssekretär versicherte, dass die Rekonstruktion 2014 erfolgen soll. Mittlerweile hat man diesen Termin nun schon auf 2015 oder gar erst 2016 verschoben. Vielleicht wird daraus auch das Jahr 2020?"

Für den Großrössener ist klar, dass lokale Politiker in dieser Angelegenheit "total versagt" haben. "Es muss mehr Druck in Richtung Potsdam gemacht werden, dass das Geld für die Erneuerung der Elsterbrücke bewilligt wird und das Trauerspiel endlich ein Ende hat", fordert Schumann.

Der Druck, den er anmahnt, ist durchaus da. Andreas Claus, Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück, hatte zu diesem Projekt schon mehrere Termine bei den Verantwortlichen des Landesbetriebes. Ein nächster steht an. Und auch sein Amtskollege Herold Quick aus Falkenberg unterstützt in dieser Sache. "Ja, es ist traurig, dass es so lange dauert, bis eine Brücke erneuert wird. Aber das ist nicht nur in Kleinrössen der Fall. Auch die Falkenberger Überführung über die Bahngleise sollte längst angefasst sein. Davon wird inzwischen seit mehreren Jahren gar nicht mehr gesprochen", macht der Falkenberger Bürgermeister den Sanierungsstau deutlich.