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| 12:53 Uhr

Sommerlust
Winteridyll gegen Sommerlust

Noch hat der Winter den Kiebitz-See im Griff. Aber im Hintergrund rumort es bereits, denn in wenigen Tagen ist Saisonstart - ob mit oder ohne Schnee.
Noch hat der Winter den Kiebitz-See im Griff. Aber im Hintergrund rumort es bereits, denn in wenigen Tagen ist Saisonstart - ob mit oder ohne Schnee. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Falkenberg. Die Saisonvorbereitungen am Falkenberger Kiebitz-See laufen (fast) planmäßig. Wenn nur endlich der Frost aufhören würde, könnte noch mehr durchgestartet werden. Von Sylvia Kunze

Wunderschöner Sonnenschein. Kein Lüftchen weht. Da bekommt man Lust auf Kiebitz-See. Der zeigt sich schöner denn je. Überall glitzert es. Frischer Schnee vom Vortag hat das Areal mit einem feinen, weißen Teppich überzogen.

Was den Tagesgast gerade in Verzückung geraten lässt, wird mit Blick auf den Kalender und den alljährlichen Start am 1. April in die neue Saison für die Verantwortlichen des Erholungsgebiets zur Geduldsprobe. Die Vorbereitungen laufen zwar (fast) planmäßig. An der einen oder anderen Stelle jedoch, besonders im Außenbereich, behindert das anhaltende Winterwetter.

Frische Spuren im Schnee zeigen, dass noch andere am frühen Morgen auf die Idee gekommen sind, hier zu einem Spaziergang aufzubrechen. „Egal zu welcher Jahreszeit, es halten sich immer Gäste am See auf“, weiß Marion Casper, Werkleiterin des Erholungsgebietes „Kiebitz“. Viele lieben das Kleinod, das schon in wenigen Tagen wieder zur vorübergehenden „Zweitwohnung“ von Campingfreunden und zum Anlaufpunkt von Badefreunden und Erholungsuchenden werden soll.

Stetig gehen auf dem Campingplatz Buchungswünsche ein. „Die Bungalows, die wir vermieten, sind zu Pfingsten, zu Himmelfahrt und rund um das Strandfestwochenende bereits ausgebucht und in der restlichen Zeit gut belegt“, berichtet Monika Mietsch, Teamleiterin vor Ort im Erholungsgebiet. „Es nimmt auch immer mehr zu, dass selbst für den Campingplatz vorgebucht wird. Das ist eigentlich nicht so typisch. Camper sind da spontaner“, weiß sie.

Viele der Gäste, die sich für einen Besuch am Kiebitzer anmelden, sind Stammgäste. „Sie kommen schon über Jahre. Beispielsweise zu Pfingsten besuchen uns immer zwei Gruppen, die haben schon 25. und 30. Jubiläum gefeiert“, erzählt Monika Mietsch.

Um neue Besucher „kümmere“ man sich vorzugsweise bei Messeauftritten. Erst kürzlich hat sich das Erholungsgebiet bei einer Reise-Freizeit-Messe in Halle vorgestellt. „Das war nicht umsonst. Es kam danach schon einiger Rücklauf“, freut sich die Teamleiterin. Auch in Cottbus habe man ähnliche Erfolge verbucht, denn „Gäste aus diesem Raum waren bisher eher rar, werden seit einigen Jahren aber immer mehr“.

Doch damit sich alle Besucher am See wohlfühlen können, sind das gesamte Jahr über immense Anstrengungen nötig. Auf dem Campingplatz wird regelmäßig saniert. Aktuell macht den Verantwortlichen zusätzlich nach einem Rohrbruch ein Wasserschaden im zentralen Gebäude zu schaffen. Der ist schnellstens zu beheben. Noch bevor man an weitere Erneuerungen im Sanitär­­bereich der Männer  denken kann. Die Duschen sollen Abrechnungsterminals für Chipkarten erhalten. Im Damenbereich stehen die bereits seit dem vergangenen Jahr. Jetzt wird das Duschen im Drei-Sekunden-Takt in Rechnung gestellt. „Seitdem ist der Wasserverbrauch deutlich gesunken“, entnimmt Marion Casper den Abrechnungen. „Vorher wurde eine Duschmarke für einen Euro gekauft, und dann lief das Wasser manchmal ewig“, ergänzt Monika Mietsch.

Ein Kugellabyrinth für den Spielplatz, Wassertreter als Ersatz für verschlissene, ein Mini-Lkw auf Elektrobasis und mehr sind bzw. werden neu angeschafft. Das versprochene WLAN auf dem Campingplatz lässt allerdings noch auf sich warten. Die erste Idee muss wegen zu hoher Kosten überdacht werden. Hinter allen Bemühungen steht eine klare Absicht: „Wir wollen unsere vier Sterne verteidigen“, so Monika Mietsch. Vier Sterne, die dem Campingplatz eine hohe Qualität bescheinigen und dem Gast angenehme Stunden versprechen.

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