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Sachse vermutet Jagdsitzdiebe im Elbe-Elster-Kreis

Dieser etwa zwei Meter hohe Jagddrehsitz aus Metallrohren ist am Waldrand südlich von Hirschfeld gestohlen worden.
Dieser etwa zwei Meter hohe Jagddrehsitz aus Metallrohren ist am Waldrand südlich von Hirschfeld gestohlen worden. FOTO: privat
Uebigau/Hirschfeld. Der brandenburgisch-sächsische Grenzfrieden ist im Schradenland erheblich gestört. Zumindest in Jägerkreisen. Denn Manfred Engelmann aus Uebigau, einem Ortsteil der Stadt Großenhain, vermisst seinen selbst gebauten Jagddrehsitz. Manfred Feller

Die etwa zwei Meter hohe, olivgrüne Metallrohrkonstruktion ist zwischen dem 14. und 19. August verschwunden. "Der letzte Standort war die sächsische Waldkante zwischen Krauschütz in Sachsen und Hirschfeld in Brandenburg, etwa 400 Meter von der Landesgrenze entfernt", beschreibt Manfred Engelmann das Gebiet.

"Bei uns traut sich keiner, einen Jagdsitz zu stehlen. Wenn der an einem neuen Platz stehen würde, dann macht das unter den Jägern schnell die Runde", ist sich der Uebigauer sicher. Deshalb vermutet er, dass der Dieb entweder weit weg wohnt oder aus dem nahen Brandenburg kommt, wo es kaum Kontakte der Jäger über die Landesgrenze hinaus gebe. Eventuell sehen den abgebildeten Jagddrehsitz Pilzsucher im Schradenland oder darüber hinaus.

Das kompakte und zwischen 60 bis 70 Kilogramm schwere Gestell kann von ein bis zwei Personen schnell verladen und abtransportiert werden. Manfred Engelmann hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Da die Beamten eher nicht gezielt nach dem Sitz suchen werden, wie er vermutet, bittet er um Hinweise über seine Telefonnummer (0170 2728441).