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S 4-Problem – Sallgaster verpassen Tabaluga

Leserbrief. Uwe Jäschke aus Bitterfeld schreibt zum Beitrag "Vier endlose Stunden gefangen im Zug" vom Donnerstag: Ich wohne in Bitterfeld und habe den Artikel von unserem Patenkind aus Sallgast gesendet bekommen. Hier unsere kurze Geschichte dazu: Vor über einem Jahr kaufe ich fünf Tickets für die Tabaluga-Show mit Peter Maffay in der Leipzig-Arena.

Die Karten gab es als Geburtstagsgeschenke für unsere Patenkinder dreimal in Sallgast sowie an meine Frau und meine Schwester hier in Bitterfeld. Alle waren in riesiger Vorfreude. Am 22. Oktober lösten die drei Sallgaster ein Sachsenticket und stiegen in Ruhland in die S 4 Richtung Hauptbahnhof Leipzig. Die Bitterfelder kamen mit dem Auto, wollten die Drei am Bahnhof mitnehmen und warteten, warteten . . . Keine Information am Servicepunkt der DB und nach circa zwei Stunden die lapidare Aussage, es gäbe ein technisches Problem.

Aussage der noch minderjährigen Kinder über Handy: Zug steht kurz vor Leipzig, keine Auskunft, was los ist. Ich versuchte, von zu Hause aus eine telefonische Auskunft der Bahn zu bekommen. Hier wurde mir gesagt, es handele sich um eine S-Bahn und somit sei keine genaue Auskunft möglich. Da ich mir große Sorgen machte, versuchte ich es bei der Polizei in Leipzig. Diese bat mich, die DB bzw. die Bundespolizei am Hauptbahnhof zu kontaktieren. Bei der Bundespolizei war gerade Schichtwechsel, aber man hatte von dem Problem gehört und wolle sich kümmern.

Dann rief ich wieder meine Frau an, die immer noch ohne Auskunft mit meiner Schwester in der kalten Leipziger Bahnhofshalle stand. Die Tabaluga-Show lief inzwischen schon.

Ein Versuch dann noch bei der Rufnummer der S-Bahn Mitteldeutschland. Die Mitarbeiterin war wirklich sehr freundlich, da es aber schon nach 20.30 Uhr war, betreut der Service des Fernverkehrs auch die S-Bahnen und somit war eine direkte Auskunft nicht möglich. Sie erkundigte sich aber trotzdem bei Bahnkollegen und sagte anschließend als gute Nachricht: Kinder können im Zug bleiben und werden in circa 25 bis 35 Minuten ankommen.

Ankunft war denn erst gegen 21.45 Uhr. Da nach fast sechs Stunden im Zug die Kinder inzwischen hungrig und durstig waren, ging es erstmal in ein Schnellrestaurant. Die Show war natürlich futsch. Als alle dann gegen 23.30 Uhr in Bitterfeld ankamen, war das mit einer Mischung aus Wut, Unverständnis und extremer Traurigkeit.

Vom Sachsenticket sollen wir immerhin zu 50 Prozent erstattet bekommen. Allerdings war auch hier der Weg zum Bahnhof Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) umsonst, da Sachsenticket, und ich musste ein Formular nach Frankfurt/Main. schicken.

Für Sonntagnachmittag konnte ich schließlich noch fünf Restkarten für die Tabaluga-Show erstehen und somit die Ferien der Kinder retten.

Respektvoller Umgang miteinander

Christina Eisenberg reagiert auf den Beitrag "Finsterwalder Stadthallen-Debatte wird schärfer":

Als eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens gegen eine Stadthalle in Finsterwalde möchte ich mein Bedauern zum Ausdruck bringen, dass Eigentum des Kulturfördervereins Finsterwalde beschädigt und entwendet wurde. Ich verurteile dieses Vorgehen und hoffe, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Gleiches gilt für alle Arten der Sachbeschädigung. Das trägt nur dazu bei, das Ansehen unserer wunderschönen Sängerstadt Finsterwalde zu beschädigen.

Am 13. November haben alle Finsterwalder die Möglichkeit, ihre Meinung an der Wahlurne zu äußern. Seien Sie in den nächsten zwei Wochen und danach demokratisch und akzeptieren sie die Meinung der anderen. Jeder hat in Deutschland die Möglichkeit, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Das ist einer der Grundpfeiler unserer Demokratie und darf von niemanden missachtet werden. Ich gebe in dieser Hinsicht Rainer Willems völlig Recht. Ich möchte jetzt und in Zukunft in dieser Stadt einen respektvollen Umgang mit allen Bürgern haben - unabhängig von ihrer Meinung zur Stadthalle, ihrer politischen Einstellung, ihrer Konfession oder ihrer familiären Lebensform.