„Komm, Herr Jesu, sei du unser Gast…“ oder „Ich bin klein, mein Herz mach rein…“ . Tischgebet, Kindergebet - erinnern Sie sich„
Dankgebet, Fürbittgebet, das Gebet am Morgen oder am Abend. Haben solche Gebete für Sie eine Bedeutung“ Oder gibt es da nur noch diese Art Stoßgebete: „Um Gottes Willen!“ , „Ach Gott, nein!“
Das Gebet will eine ruhige Minute, eine stille Zeit sein. eine Zeit, in der ich mal in mein Inneres hineinhören kann. Und mit diesem Hineinhören kann ich dann all die Dinge, die mich beschäftigen, aussprechen oder beten: meinen Dank, aber auch meine Bitte.
Natürlich ist das Gebet auch ein wenig Ritual: Das Gebet zu den Mahlzeiten (Es geschieht wohl auch in dem „Mahlzeit“ beim Essen in der Kantine.) Oder das Gebet der Eltern mit den Kindern vor der Nacht. Dieses Gebet verbindet miteinander. Es macht für diesen Augenblick deutlich: Wir gehören zusammen. Und schon das kann hilfreich und tröstend sein. Denken Sie nur an die vielen Gebete und Mahnwachen in der Leipziger Nicolaikirche.
Das Gebet kann miteinander verbinden. Natürlich kann ich ein Gebet auch für mich allein formulieren. Das, was mich ganz persönlich gerade bewegt oder belastet. „Das kann ich nicht“ , sagen viele. „Da fehlen mir die richtigen Worte.“ Nun, dann gibt es Gebete, die schon andere formuliert haben. Man braucht zum Beispiel nur das Gesangbuch aufzuschlagen. Hier sind ganz verschiedene Gebete zu finden. Auch mit den einzelnen Liedstrophen oder den Psalmen des Alten Testamentes kann ich beten.
Versuchen Sie es doch einmal: Ein wenig zur Ruhe zu kommen, in sich hineinhören.
Einen guten Sonntag Rogate wünsche ich Ihnen.

Michael Seifert ist Pfarrer in
Wahrenbrück.