ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:35 Uhr

Weg mit den Bruchbuden
Richtfest am Sparkassenbau in Herzberg

Über dem neuen Wohn-und Geschäftshaus, das die Sparkasse am Herzberger Markt errichtet, schwebt der Richtkranz.
Über dem neuen Wohn-und Geschäftshaus, das die Sparkasse am Herzberger Markt errichtet, schwebt der Richtkranz. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Wo einst alte Gebäude vor sich her gammelten, entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus.

In Herzberg wurde am Montag Richtfest gefeiert. Der traditionelle Richtkranz schwebt über der Baustelle des neuen Wohn- und Geschäftshauses am Markt, das von der Objektentwicklungsgesellschaft mbH der Sparkasse Elbe-Elster errichtet wird.

„Noch vor wenigen Monaten hat es hier ganz anders ausgesehen“, sagte Sparkassenvorstand Jürgen Riecke. Und damit hat er recht. Seit langem war der Stadt die „Abrissecke“ an Markt und Schliebener Straße ein Dorn im Auge. Im Herzen der Kreisstadt stand ein altes Haus seit Anfang der 1990er-Jahre leer und verfiel zusehends. Immer wieder verhinderten auch die Eigentumsverhältnisse städtische Initiativen.

Schließlich hat die Sparkasse Elbe-Elster „die Ecke“ in die Hand genommen. Mit ihrer eigenen Objekt­entwicklungsgesellschaft kümmert sie sich um teilweise seit Jahrzehnten ungenutzte und schon lange dem Verfall preisgegebene Häuser in den Städten des Landkreises, trägt sie ab und lässt darauf Neues entstehen. Ihr Motto: „Weg mit den Bruchbuden“. Auch für Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) seien derartige Investitionen ein gutes Beispiel für die Neugestaltung von historischen Innenstädten im modernen Flair, sagte er.

Am 12. September 2017 war offizieller Baubeginn für den Neubau in Herzberg. Am 19. Juni 2017 bereits hatte der Abriss der alten Gebäude begonnen. Am Montag jetzt also das Richtfest. Altgeselle Steffen Müller von der Zimmerei Thielke aus Luckau hat das Glas erhoben auf den Bauherren, die Architekten von Angelis und Partner in Herzberg, auf die Planer, die Bauarbeiter, speziell auf die Zimmerer und auf das Wohl der künftigen Nachbarschaft. Jürgen Riecke und dem Chef der Objektentwicklungsgesellschaft der Sparkasse Marcus Kockel oblag es, mit dem Zimmermannshammer einen alten Sparrennagel des abgerissenen Altbaus in den neuen Dachstuhl zu schlagen, was sich als gar nicht so einfach erwies.

Das Wohn- und Geschäftshaus hat eine Bruttogrundfläche von 1013 Quadratmetern und eine Nettoraumfläche von 820 Quadratmetern. Die Herstellungskosten betragen insgesamt 1,9 Millionen Euro. Das Gebäude wird im Erdgeschoss eine Praxiseinheit beherbergen. Im Ober- und Dachgeschoss entstehen jeweils zwei Wohnungen. Im Herbst dieses Jahres sollen sie bezugsfertig sein. Nicht nur Mieter dürften sich für die Wohnungen interessieren. Auch Kaufinteressenten können sich gern an Kathleen Bawey, Immobilienmaklerin bei der Sparkasse Elbe-Elster, wenden.

(red/ru)