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Rehfamilie lässt Premierentermin platzen

Zur Freude von Roland Graeff und Steven Richter erlebt die Rose gerade ihre Renaissance. Auch junge Menschen haben große Freude an ihr.
Zur Freude von Roland Graeff und Steven Richter erlebt die Rose gerade ihre Renaissance. Auch junge Menschen haben große Freude an ihr. FOTO: M. Claus
Zeischa. Jungunternehmer Steven Richter, Nachfolger in der Baumschule Graeff in Zeischa, sprüht nur so vor Elan. Ein Businessplan gibt ihm Orientierung. Mona Claus

Dem jungen Baumschulgärtner aus Bad Liebenwerda sind Traditionen wichtig. So hat er sich nicht von ungefähr für Roland Graeff und dessen Baumschule entschieden. Ebenso wichtig ist es ihm, viele eigene Akzente zu setzen, so auch mit einem ersten Rosenfest in Zeischa.

"Das findet leider in diesem Jahr erst am ersten Juliwochenende statt", erklärt der junge Mann und kann mittlerweile auch wieder lächeln. Rudolph, Rena und Bambi nämlich - so könnte man die seit Jahren im Terrain der Graeffs beheimatete Damwildfamilie nennen - brauchten nur wenige unbeobachtete Momente und schon waren die vielen gesunden frischen Rosenknospen verspeist. Sehr zum Ärger des Gärtners. Im Eventkalender jedenfalls sollen die Zeischaer Rosentage zukünftig im Mai ihren Platz haben.

Mittlerweile blüht die Königin der Pflanzen in Zeischa wieder in wunderschönen Rottönen, in Orange, Gelb und Weiß. Die einen bestechen durch ihre gefüllte Art, andere wegen ihrer mannigfachen Blütenpracht. Dann sind da auch noch die Einfachblühenden mit enormer Leuchtkraft und jene mit ihren protzig großen Blütenköpfen.

"Beetrosen sind der Renner", stellt Steven Richter klar. Warum? "Sie sind öfter blühend, wachsen unterschiedlich hoch und bedürfen eines geringen Pflegeaufwandes", sagt er und führt als Beispiel die "Proschwitzer Schloßrose" an. Die "Rose der Machbuba" ist eine mit dunkelroten Blüten und die, die dem Zeischaer "Pückler" gerade besonders gefällt. Bei beiden Rosen und noch vielen anderen hatte Roland Graeff sein Zutun. Für die historischen und seltenen Rosen bleibt er auch weiterhin Ansprechpartner in Zeischa. Steven Richter: "Zweifarbige Rosen kommen immer mehr in Trend. Diese Lücke füllt zukünftig Rosenzüchter Michael Wald, ein Züchter aus der Nähe von Leipzig."

Zur Freude von Roland Graeff und Steven Richter erlebt die Rose gerade ihre Renaissance. Selbst junge Menschen finden Gefallen, oft auch an Ramblerrosen - "die ‚Lykkefund' ist eine, die schnell wächst und dabei Giebel, Pergolen und Bäume umgarnt.

Neugierig geworden? Dann lohnt sich ein Besuch in der Baumschule Zeischa am 1. und 2. Juli in der Zeit von 9 bis 18 Uhr. Die Bambustage (12./13. August) stehen als nächstes im Eventkalender. Ess- beziehungsweise Eselkastanien, Wein- und Obstgehölze sowie die Zucht von bienenfreundlichen Pflanzen sind andere Themen, mit denen sich Roland Graeff und Steven Richter befassen wollen.