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| 18:03 Uhr

Bevölkerung war nicht in Gefahr
Recyclinghalle brennt völlig nieder

Über der großen Brandfläche entwickelte sich unentwegt starker Rauch, den der Wind direkt über die Stadt getrieben hat.
Über der großen Brandfläche entwickelte sich unentwegt starker Rauch, den der Wind direkt über die Stadt getrieben hat. FOTO: Jens Berger
Schönewalde. Im Gewerbegebiet in der Straße der Jugend in Schönewalde bei Herzberg ist Samstagmittag gegen 12 Uhr ein Brand ausgebrochen. Eine 36 mal 17 Meter große Halle einer Containerdienstfirma, in der Recyclingmaterial gelagert war, ist dabei eingestürzt und komplett abgebrannt. Von Birgit Rudow

Die auf dem Dach der Halle befindliche Photovoltaik-Anlage wurde komplett zerstört. Auch eine benachbarte etwa 1500 Quadratmeter große Halde mit Baumischabfall fing laut Polizei Feuer.

Zur Brandlöschung wurden alle Feuerwehren des Schönewalder Stadtgebietes, drei Fahrzeuge der Herzberger Stadtwehr und zwei Fahrzeuge der Schliebener Wehr alarmiert. „Insgesamt waren am Mittag und am Nachmittag etwa 60 Kameraden vor Ort“, so Schönewaldes Stadtbrandmeister Steffen Karschunke, der den Einsatz geleitet hat.

Der Brand bei einem Containerdienst in Schönewalde hat für eine leichte Schadstoffbelastung der Luft gesorgt. Allerdings nur direkt am Ort des Brandes.
Der Brand bei einem Containerdienst in Schönewalde hat für eine leichte Schadstoffbelastung der Luft gesorgt. Allerdings nur direkt am Ort des Brandes. FOTO: LR / Birgit Rudwow

Über der großen Brandfläche entwickelte sich unentwegt starker Rauch, den der Wind direkt über die Stadt getrieben hat. Per Lautsprecherwagen wurden die Bewohner dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Was genau in der Halle gelagert war, konnte der Einsatzleiter nicht sagen. Zum Einsatz kam auch das ABC-Erkundungsfahrzeug aus Schönborn, um zu untersuchen, ob möglicherweise Gefahrstoffe austreten. „Es wurde eine leichte Schadstoffbelastung gemessen, zum Beispiel bei Kohlenmonoxyd und Blausäure. Die hat sich aber auf den Brandort beschränkt. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr“, so der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch.

Am Nachmittag wurden auch die Kameraden der Schönewalder Ortswehren nach dem schwierigen Einsatz bei großer Hitze abgelöst. Für sie kamen laut Harnisch Wehren aus Doberlug-Kirchhain und Uebigau-Wahrenbrück.

Am Nachmittag gegen 16 Uhr war der Brand gelöscht. Personen wurden nicht verletzt. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnten am Sonntag noch keine Angaben gemacht werden. Da die Polizei zunächst von Brandstiftung ausgeht, wurden die kriminalpolizeilichen Ermittlungen aufgenommen.

Ab 17 Uhr wurden Wasserwerfer eingesetzt, um die Kameraden beim Löschen verbliebener Glutnester nicht in Gefahr zu bringen.
Ab 17 Uhr wurden Wasserwerfer eingesetzt, um die Kameraden beim Löschen verbliebener Glutnester nicht in Gefahr zu bringen. FOTO: Dieter Müller