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| 02:48 Uhr

Pumpstation am falschen Platz

Das Corpus Delicti in Hartmannsdorf. Die Bürger stören sich vor allem an den hohen Kanten der Pflasterung.
Das Corpus Delicti in Hartmannsdorf. Die Bürger stören sich vor allem an den hohen Kanten der Pflasterung. FOTO: ru
Hartmannsdorf. Wenn am Montag der Schönewalder Bauausschuss zusammenkommt, geht es wiederholt um das neu gebaute Abwasserpumpwerk in Hartmannsdorf. Mit dem haben die Hartmannsdorfer und auch die Schönewalder Stadtverwaltung so ihre Probleme. Birgit Rudow

Im Sommer wurde in Hartmannsdorf die Brücke an der B 101 über den so genannten Sorgengraben erneuert. Dieser Brückenneubau und die Öffnung des Grabens waren der Grund dafür, dass der Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverband (HWAZ) die Pumpstation umsetzen und ein neues Abwasserpumpwerk errichten musste. Sie befindet sich jetzt am Dorfgemeinschaftshaus direkt vor der Feuerwehrausfahrt.

Auf der Stadtverordnetenversammlung im Oktober haben die Schönewalder Abgeordneten und Bauamtsleiter Thomas Kräuter dem Verbandsvorsteher des HWAZ, Mario Kestin, gesagt, dass sie diese Lösung nicht für günstig halten. Die Station, so wie sie jetzt dastehe, würde Parkmöglichkeiten eingeschränken. Die Pflasterfläche sei viel zu groß. Und im Gegensatz zur alten Pumpstation, die ebenerdig gewesen ist, gibt es jetzt eine hohe Kante zwischen Erdboden und Pflasterung. "Das ärgert die Hartmannsdorfer besonders. Vor allem weil man im Dunkeln sehr schnell gegen die Kante fährt und sich das Fahrzeug beschädigt. Da müsste unbedingt etwas vorgestellt werden, " so Cornelia Wille, die Ortsvorsteherin von Stolzenhain und Hartmannsdorf.

Vor allem aber stört die Schönewalder Abgeordneten und die Verwaltung, dass der Bau der Pumpstation ohne Absprache mit der Stadt erfolgt ist. "Bisher haben wir gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit der Firma gemacht. Aber diesmal ist die Stadt zu Baubesprechungen nie eingeladen worden", meinte Stadtverordnetenvorsteher Michael Stawski. Thomas Kräuter ist überzeugt, dass eine bessere Lösung im Sinne der Hartmannsdorfer drin gewesen wäre, wenn man rechtzeitig mit der Kommune gesprochen hätte. "Es gibt genug Beispiele dafür, wie man solchen Situationen aus dem Weg gehen kann", sagt er. Mario Kestin verteidigte die Anlage für die Abwasserpumpstation. "Wir haben das geprüft. Aufgrund sicherheitstechnischer Erfordernisse wird die gepflasterte Fläche genau so benötigt, wie sie dasteht", sagte er. Kestin hat angeboten, nochmal mit den Hartmannsdorfern zu sprechen, wenn dies gewünscht wird. Bis jetzt ist aber noch nicht viel passiert, und die Stadt Schönewalde möchte sich mit dem Zustand nicht abfinden. "Jetzt will der HWAZ einen Poller aufstellen, damit man nicht gegen die Kanten fährt. Aber auf das Kompromissangebot wollen wir nicht eingehen. Da muss eine andere Lösung gefunden werden", sagt Bauamtsleiter Thomas Kräuter.