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Berufsausbildung
Präzision und Ausdauer für ein strahlendes Lächeln

Julian Trzmiel aus Möglenz erlernt in Falkenberg den Beruf des Zahntechnikers und wurde als Lehrling des Monats Dezember der Handwerkskammer Cottbus ausgezeichnet.
Julian Trzmiel aus Möglenz erlernt in Falkenberg den Beruf des Zahntechnikers und wurde als Lehrling des Monats Dezember der Handwerkskammer Cottbus ausgezeichnet. FOTO: Rudow / LR
Falkenberg/Möglenz. Julian Trzmiel aus Möglenz ist der Lehrling des Monats Dezember im Handwerkskammerbezirk Cottbus. Der 21-Jährige erlernt bei der DSH Dentaltechnik GmbH in Falkenberg den Beruf des Zahntechnikers.

Mehr als 1000 Lehrlinge betreut die Handwerkskammer Cottbus (HWK) im Südbrandenburger Raum. Einmal im Monat zeichnet sie gemeinsam mit dem Versorgungswerk der Handwerkskammer den Besten von ihnen aus. Im Dezember führte dazu der Weg von Martina Schaar, Teamleiterin im Bereich Berufsausbildung bei der HWK Cottbus, und Maik Brunzel vom Versorgungswerk nach Falkenberg in die DSH Dentaltechnik GmbH. Hier erhält Julian Trzmiel im dritten Lehrjahr seine Ausbildung zum Zahntechniker. Martina Schaar war des Lobes voll. „Die Ergebnisse von Julian in der Zwischenprüfung waren sowohl im theoretischen als auch im praktischen Teil ausgezeichnet. Ich denke, er wird seinen Weg in seinem Handwerk gehen“, sagt sie.

Im Dentallabor von Andreas Greulich und Jens Schiemann in Falkenberg werden derzeit zwei Lehrlinge ausgebildet. „Wir wollen im nächsten Jahr gern wieder einen Auszubildenden einstellen, eine Bewerbung haben wir schon. Man muss seinen Nachwuchs selbst ausbilden. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert“, so Jens Schiemann. Der Beruf des Zahntechnikers erfordere viel Präzision und Fingerfertigkeit. Da sei es am besten, wenn die jungen Leute schon einmal in diese Arbeit reingeschnuppert hätten, sagt er. Wenn sie zwei Wochen zu einem Praktikum da sind, könne man schon sehen, ob sie für den Beruf geeignet sind oder nicht. So hat es auch Julian Trzmiel gemacht. Der Möglenzer hat sehr frühzeitig Kontakt zu seinem Berufswunsch gefunden. „Bei einem Zukunftstag in der 8. Klasse haben wir verschiedene Betriebe besucht. Die Zahntechnik hat mein Interesse geweckt. Ich wollte etwas Handwerkliches machen“, sagt er. Besonders gefällt ihm bei dieser   Arbeit der Bezug zur Zahnmedizin. „Durch die Herstellung von Zahnersatz können Menschen wieder mehr Lebensqualität erlangen. Für die Anfertigung ist viel Präzision notwendig. Da kann schon ein Millimeter manchmal zu viel sein. Das ist es, was meine Arbeit so faszinierend macht“, so der 21-Jährige.

Zum Dentallabor in Falkenberg ist Julian Trzmiel über ein Praktikum nach dem Abitur gekommen. „Der Zahntechniker ist absolut der richtige Beruf für ihn. Mit den Ergebnissen in der Zwischenprüfung hat er seine Fähigkeiten in Theorie und Praxis unter Beweis gestellt. Er arbeitet sehr genau und präzise, egal ob es sich um eine Prothese oder einen Zahnaufbau handelt“, sind sich die beiden Geschäftsführer der DSH Dentaltechnik GmbH einig.

Julian gefallen sein Beruf und sein Ausbildungsbetrieb nach wie vor. „Wenn ich übernommen werde, würde ich gern im Unternehmen in Falkenberg bleiben“, sagt er. 23 Mitarbeiter hat die DSH Dentaltechnik. Der Kundenkreis liegt laut Geschäftsführung im Umkreis von etwa 100 Kilometern von Lauchhammer über Jüterbog bis Leipzig.

Für Julian Trzmiel spielen Präzision und Ausdauer aber nicht nur im Berufsleben eine wichtige Rolle. Auch privat braucht er diese Eigenschaften auf dem Fußballplatz. „Ich spiele seit 14 Jahren bei meinem Heimatverein SV Blau-Weiß Möglenz,“ erzählt er.