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Polizei ermittelt in zwei Todesfällen in Elbe-Elster

Reichlich Arbeit hat es für die Polizei am Wochenende in Elbe-Elster gegeben. Die Beamten ermitteln in zwei Todesfällen auf Hochtouren. In Falkenberg ist ein Mann nach einer tätlichen Auseinandersetzung gestorben. In Neuburxdorf wird eine alte Dame Opfer eines Brandes in ihrem Wohnhaus. Sylvia Kunze

Von gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge sprechen die Polizisten bei dem Fall in Falkenberg, der sich bereits am Freitagabend ereignet hat. "Aber die Ermittlungen dazu stecken noch in den Kinderschuhen", begründet ein Polizeipressesprecher, warum es bislang nur spärliche Auskünfte zu dem Zwischenfall in der Walter-Rathenau-Straße gibt.

Nach jetzigem Kenntnisstand sollen sich ein 44-jähriger und 46-jähriger Mann erst heftig gestritten und dann miteinander gerangelt haben. Schließlich war der Ältere tot. Die Polizei widerspricht den in der Stadt kursierenden Gerüchten, wonach ein Messer im Spiel gewesen sein soll.

Unklar war am gestrigen Sonntag nach Aussagen des Polizeisprechers, ob der Tod des Mannes allein auf die Auseinandersetzung zurückzuführen sei.

Der zweite Todesfall hat sich in der Nacht zum gestrigen Sonntag in Neuburxdorf, einem Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda, ereignet. Dort ist eine 76-jährige Frau bei einem Küchenbrand ums Leben gekommen. "Ihr Mann wurde in der Nacht vom Rauchmelder wach", sagte ein Sprecher der Polizei in Potsdam. Als der Ehemann nach unten gegangen war, habe er seine Frau regungslos im Flur gefunden.

Die Feuerwehr rückte wegen des Einsatzbefehls "Brand Gebäude groß" mit elf Fahrzeugen und 65 Aktiven an. 20 von ihnen kamen letztlich zum Einsatz. "Sie konnten mit Kleinlöschgeräten weiteren Schaden verhindern. Das Haus ist wegen des vielen Qualms derzeit nicht bewohnbar", berichtet der Bad Liebenwerdaer Stadtbrandmeister René Elfers.

Das Feuer war gegen ein Uhr gemeldet worden und blieb bis zum Eintreffen der Feuerwehr begrenzt auf den einen Raum. "Es hat mehr vor sich hingeschmort als gebrannt", beschreibt Elfers die Situation vor Ort. Außerdem habe ein Ersthelfer aus der Nachbarschaft schon versucht, die Frau aus dem Haus herauszuholen. "Ihm gebührt großer Dank und Anerkennung für das beherzte Handeln", sagt der Stadtbrandmeister.

Die Kameraden sind dem 25-jährigen Nachbarn umgehend zu Hilfe gekommen. Das Rentnerehepaar und der Helfer wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo die alte Dame kurze Zeit später verstarb.

Die Kameraden rückten nach viereinhalbstündigem Einsatz wieder ab. Was den Brand in dem Einfamilienhaus ausgelöst hat, war gestern erst einmal noch unklar. Zum entstandenen Schaden hat die Polizei bisher keine Angaben gemacht.