ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:03 Uhr

Geordnete Verhältnisse schaffen
Damit in der Ferienhaussiedlung am Kiebitz-See dauerhaft gewohnt werden kann

Die Planungsarbeiten für die Ferienhaussiedlung am Kiebitz-See in Falkenberg gehen voran. Sie sollen unter anderem auch dauerhaftes Wohnrecht in den Bungalows sichern, was sonst nur in der Saison erlaubt ist.
Die Planungsarbeiten für die Ferienhaussiedlung am Kiebitz-See in Falkenberg gehen voran. Sie sollen unter anderem auch dauerhaftes Wohnrecht in den Bungalows sichern, was sonst nur in der Saison erlaubt ist. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Von Sylvia Kunze. Dass man für Planungsschritte eine lange Puste braucht, zeigt einmal mehr das laufende Verfahren für die K3-Siedlung nahe des Falkenberger Kiebitz-Sees. Das dauert nun schon mehrere Jahre. Stein des Anstoßes war 2014 eine Kontrolle des kreislichen Bauordnungsamtes mit handfesten Beanstandungen.

Hauptkritikpunkt damals: Es war aufgefallen, dass mehrere Bungalowbesitzer größer als erlaubt gebaut hatten. Das ging damals schon an die 100 Quadratmeter ran. Erlaubt sind zum Vergleich mit den beiden anderen Kiebitz-Ferienhaussiedlungen K1 und K2 laut geltendem Recht nur 60 Quadratmeter für einen Bungalow (einschließlich Terrasse), 15 für einen Carport und fünf für ein Nebengebäude. Nicht erlaubt ist zudem das dauerhafte Wohnen.

Die Falkenberger Stadtverantwortlichen waren sich schnell einig, dass es nicht allein Sache des kreislichen Bauordnungsamtes sein solle, tätig zu werden. Vielmehr wollten sie selbst Weichen stellen, die der Siedlung einen anderen Bau- und Nutzungsstatus ermöglichen. Die dortigen Grundstückseigentümer waren von Anfang an in das Verfahren einbezogen und tragen auch die Kosten dafür.

Während es bei anderen Ferienhaussiedlungen kaum Alternativen gibt, kommt der K3 im Kiebitzer Weg der Umstand zugute, dass sie an die unmittelbare Wohnbebauung direkt angrenzt und einen gehörigen Abstand zum Erholungsgebiet aufweist. Also wird seit 2016 an einem Bebauungsplan für das Areal mit den 18 Bungalows gearbeitet. Mehrere Schritte sind bereits gegangen worden. Seit Anfang des Jahres liegt nun ein Entwurf zum Bebauungsplan „Siedlung K3 am Kiebitzer Weg“ vor. Er soll demnächst in die öffentliche Auslage und Trägerbeteiligung gehen.

Die Bemühungen zielen darauf ab, aus dem Gelände „ein Siedlungsgebiet mit besonderem Charakter“ zu machen, erläutert die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Manigk. Eine wichtige Besonderheit der Ferienhäuser sei, dass „man dort nicht wohnen muss, aber kann“. Eine wichtige Prämisse, denn sie weiß, dass „dort inzwischen nicht nur eine Person dauerhaft wohnt“.

Einer besonderen Prüfung in diesem Planungsverfahren habe zum Beispiel die in der Nähe befindliche Schweinemastanlage bedurft. Die Emissionsprognose habe jedoch in keiner Weise bedenkliche Werte aufgezeigt, sodass die Nachbarschaft mit der Wohnbebauung funktionieren wird.

In Falkenberg zeigt man sich derweil zufrieden, dass dieser Weg eingeschlagen werden konnte. Als Alternative wäre nur das harte Durchgreifen des Bauordnungsamtes bis hin zum Rückbau geblieben. Bei Ferienhäusern im Grünewalder Lauch wurde das nach einer ähnlichen Kontrolle 2014 so gefordert. Denen fehlte die Nähe zu einem Siedlungsgebiet, weshalb man dort geltendes Recht walten lassen musste. Das bleibt den Bewohnern der K3 erspart.