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Anliegerversammlung
Wiederauer Protest trägt Früchte

In Wiederau ging es um den geplanten Bau des seit Jahren geforderten Wegs Richtung Dorf. Anlieger des Abschnitts und Bürgermeister Andreas Claus nutzten die Chance, um sich die Planung genau anzusehen und von den Vertreterinnen des Brandenburgischen Landesbetriebes Straßen erläutern zu lassen.
In Wiederau ging es um den geplanten Bau des seit Jahren geforderten Wegs Richtung Dorf. Anlieger des Abschnitts und Bürgermeister Andreas Claus nutzten die Chance, um sich die Planung genau anzusehen und von den Vertreterinnen des Brandenburgischen Landesbetriebes Straßen erläutern zu lassen. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Wiederau. Planung für den geforderten Weg in Richtung Dorf liegt jetzt auf dem Tisch. Von Sylvia Kunze

Es hat Jahre gedauert. Aber nun liegt sie auf dem Tisch: die Entwurfsplanung für einen Geh- und Radweg, der an den außerhalb des Ortes gelegenen Grundstücken vorbeiführt und eine Anbindung an das Dorf schafft. In einer Informationsrunde am Dienstagabend ist er den Anliegern, Bürgermeister Andreas Claus und Ortsvorsteher Frank Diecke von Vertreterinnen des Brandenburgischen Landesbetriebes Straße vorgestellt worden.

Besonders interessiert verfolgten Marion und Roland Kluge die Ausführungen. Seit etwa 20 Jahren kämpfen sie dafür, dass sich die Situation vor ihrer Haustür entspannt. Erstes Zugeständnis der verantwortlichen Behörden war eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h. Aber die trug zu keiner wesentlichen Verbesserung bei. Kluges machten dann  mehrmals öffentlich auf die katastrophalen Verhältnisse vor den fünf Häusern, die sich außerhalb Wiederaus in Richtung Langennaundorf befinden, aufmerksam und forderten Lösungen ein. Ein erstes Mal 2007, in einem erneuten Vorstoß dann noch einmal 2015. Mehr als ein Überholverbot in diesem Bereich kam erst einmal nicht hinzu.

Aber: Die massiven Bemühungen mit Presse-, Rundfunk- und Fernsehbegleitung vor zwei Jahren trugen dann doch Früchte. Im Brandenburgischen Landesbetrieb Straßen, der als Baulastträger für die durch Wiederau führende Bundesstraße 101 verantwortlich ist, wurde ein Geh- und Radweg zum Thema.

Die Entwurfsplanung dafür liegt nun auf dem Tisch und sieht aktuell so aus: Der aus Richtung Langennaundorf kommende landwirtschaftliche Weg soll Richtung Wiederau verlängert werden, zunächst erst ein kurzes Stück auf der linken Seite in Fahrtrichtung Wiederau. Dann soll die Straße auf Höhe einer neu geplanten Querungsinsel gekreuzt und der Weg rechtsseitig an die Fahrbahn angrenzend an den Häusern außerorts bis zum Ortseingangsschild herangeführt werden. Knapp 600 Meter  Weg, der als Geh- und Radweg ausgewiesen werden soll, plus Querungsinsel sollen entstehen – bestenfalls nächstes Jahr.

Die finanziellen Mittel stehen laut Aussage der Landesbediensteten bereit, nur die sieben Flächen­eigentümer und zwei Pächter, über deren Land der neu zu bauende Weg führt, müssten noch zustimmen. Einhellig. Schert nur einer aus und verkauft nicht, müsste ein langwieriges Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt werden. Sowohl Kluges als auch Bürgermeister Andreas Claus haben aber signalisiert, dass sie das Gespräch mit den Eigentümern, die nicht bei der Informationsrunde dabei waren, suchen und um eine schnelle einvernehmliche Lösung bitten wollen.

Man ist sich einig, dass die vorgelegte Lösung eine gute sei. Von den drei Varianten, die im Gespräch gewesen seien, sei dies zwar die Minimalvariante, aber dennoch die mit der höchsten Funktionalität, schätzt der Bürgermeister ein. Gemeinsam mit den Anliegern setzt er sich jedoch dafür ein, dass die bisher nur länglich gehaltene Querungsinsel noch eine größere Aufweitung in beiden Richtungen erfährt. Alle hoffen, dass damit der Raserei, die in dem Straßenabschnitt trotz Geschwindigkeitsbegrenzung weiter an der Tagesordnung ist, etwas Einhalt geboten werden kann. Als zweite Anregung diktierten sie der Planerin ins Aufgabenbuch, über eine Fortführung des Wegs bis kurz vor die Eisdiele nachzudenken  vorbehaltlich der Summe, die daraus resultierend als Eigenanteil auf die Stadt zukäme.

Auf der rechten Seite an der Straße angrenzend soll der Geh- und Radweg gebaut werden und den Weg ins Dorf sicherer machen.
Auf der rechten Seite an der Straße angrenzend soll der Geh- und Radweg gebaut werden und den Weg ins Dorf sicherer machen. FOTO: Sylvia Kunze / LR