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Budenbauen
Pfadfinder nicht mehr im Regen

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke, (Mitte) stattet der evangelischen Pfadfinderschaft Niederlausitz in Lugau einen Besuch ab.
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke, (Mitte) stattet der evangelischen Pfadfinderschaft Niederlausitz in Lugau einen Besuch ab. FOTO: Franziska Dorn
Lugau. Immer mittwochs treffen sich seit Mai die Pfadfinder der evangelischen Pfadfinderschaft Niederlausitz in Lugau. Bereits im Sommer konnten die Kinder und Jugendlichen den Ferienstart in ihren neuen Zelten verbringen und einen Vorgeschmack auf künftige Pfadfinder-Sommerlager bekommen. Franziska Dorn

Die Sparkassenstiftung Zukunft Elbe-Elster-Land und die Sparkasse Elbe-Elster haben dies möglich gemacht.

Stiftung und Unternehmen finanzierten fünf Pfadfinderzelte, sogenannte Jurten und Kohten, sowie ein Küchenzelt, zusammen im Wert von 7800 Euro. Die Zelte, bestehend aus schwarzen Baumwollbahnen, bieten nicht nur Platz zum Schlafen. Dank einer Öffnung in der Spitze kann man in ihnen auch Feuer machen und sich darin aufhalten. Die kleineren Kohten für etwa fünf Personen sind die klassischen Tourenzelte, mit denen die Pfadfinder auf Wanderschaft gehen.

In diesen Tagen besuchte Sparkassenvorstand Jürgen Riecke die Pfadfinder in Lugau und zeigte sich begeistert. "Ich finde das Engagement von Pfarrer Manfred Grosser außerordentlich gut. Wenn wir davon sprechen, Umwelt und Natur zu schützen, müssen unsere Kinder zunächst einmal wissen, was die Natur ist. Für viele Kinder ist das Budenbauen im Wald nicht mehr selbstverständlich", sagt er und lässt sich dabei von Paul zeigen, wie die Bahnen einer Kohte zusammengeknüpft werden.

Zum Dank für das großzügige Engagement des Unternehmens erhält Riecke die Ehrenmitgliedschaft und das graue Halstuch.

Nina aus Fischwasser ist eine der jüngsten Pfadfinderinnen. Der fast Neunjährigen machen das Singen und die gemeinsamen Spiele Freude. Aufregend findet sie die Touren in den Wald. Etwa 30 Kinder zwischen acht und 14 Jahren treffen sich jeden Mittwoch in Lugau. Ihr Erkennungszeichen sind nicht nur die grünen Pfadfinderhemden. Die erhobene Hand, deren Daumen den kleinen Finger umschließt, ist das Zeichen für den Schutz der Schwachen durch die Starken. Es symbolisiert das Prinzip des Bundes: Füreinander da sein. So unterstützen die größeren Jungs wie der 14-jährige Jonas Raspe den Stammesleiter Manfred Grosser bei der Anleitung der Kleinen. Die Lugauer Pfadfinder lernen während ihrer wöchentlichen Zusammenkünfte klassische Pfadfindertechniken wie Feuermachen, Spurenlesen und mit Karte und Kompass umgehen. Sie singen gemeinsam und lesen Geschichten aus der Bibel. Auf das im nächsten Sommer geplante Zeltlager mit den neuen Jurten und Kohten freuen sich die Pfadfinder nun ganz besonders.