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| 10:29 Uhr

Debattiert
Ortsvorsteher votieren mehrheitlich gegen Beiräte

Uebigau-Wahrenbrück. Die Ortsvorsteher in Uebigau-Wahrenbrück sind mit der aktuellen Situation mehrheitlich zufrieden und haben sich deshalb dafür ausgesprochen, es beim jetzigen Modell zu belassen. Möglichen Ortsbeiräten, wie es sie zum Beispiel in der Nachbarstadt Falkenberg gibt, haben sie damit eine Abfuhr erteilt. Sylvia Kunze

Das Thema ist immer wieder einmal in verschiedenen städtischen Gremien diskutiert worden, weshalb es dann die Verwaltung auf die Tagesordnung der zurückliegenden Ortsvorsteherversammlung setzte. „Wir haben bei dieser noch einmal die Vor- und Nachteile eines jeden Modells aufgelistet“, berichtet Roland Schrey, Leiter des Hauptamtes in Uebigau-Wahrenbrück. In der Diskussion habe sich dann gezeigt, dass die Mehrheit der anwesenden Ortsvorsteher am jetzigen Status nichts ändern wolle. Es sei herauszuhören gewesen, dass sich jedes Dorfoberhaupt sein System geschaffen und seine Helfer an der Hand habe. „Ich denke, der eine oder andere scheut sich auch vor der Verwaltungsarbeit, die ein Ortsbeirat nach sich zieht. Protokolle schreiben, Protokolle kontrollieren, und, und, und“, ergänzte Schrey.

Laut einem Vorschlag in der Stadtverordnetenversammlung soll sich auch der Ausschuss für Stadtentwicklung mit dem Thema beschäftigen. „Aber in dem sitzen gar keine Ortsvorsteher“, gibt der Hauptamtsleiter zu bedenken, „und welches Votum ist dann bindend, wenn der Ausschuss anders entscheidet?“, deutet er an, dass in dieser Diskussion womöglich doch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.