Der Herzberger Ortsteil Rahnisdorf wird bis zur nächsten Kommunalwahl ohne Ortsbeirat auskommen müssen. Die für den 19. Februar 2023 angesetzte Neuwahl entfällt, teilt Herzbergs Stadtwahlleiterin auf Rundschau-Nachfrage mit.
Zum 1. September 2022 hatte die Ortsvorsteherin Katharina Schwarz den Verzicht auf ihren Sitz im Ortsbeirat Rahnisdorf erklärt. Katharina Schwarz war 2019 als Einzelkandidatin angetreten. Daher ist für sie, anders als bei Parteien oder Wählergruppen, keine Ersatzperson vorhanden. Der Rahnisdorfer Ortsbeirat bestand statt der eigentlich üblichen drei Mitglieder ohnehin nur aus zwei Mitgliedern, weil nach der letzten Kommunalwahl ein Wahlvorschlag nicht angenommen wurde. Mit dem Rücktritt der Ortsvorsteherin ist mehr als die Hälfte der vorgesehenen Sitze im Beirat unbesetzt, was eine Neuwahl möglich macht. Dazu hatte es im Oktober eine Informationsveranstaltung in Rahnisdorf gegeben.
Die Stadtwahlleiterin hat die Neuwahl für den 19. Februar angesetzt. Wahlvorschläge konnten bis zum 14. Dezember eingereicht werden. Es habe sich aber niemand gemeldet, so Stephanie Kuntze. Erst habe es so ausgesehen, als ob sich Bewerber oder Bewerberinnen finden würden. Das sei dann aber nicht eingetreten, sagt sie.
In diesem Fall bleibt Rahnisdorf vorerst ohne Ortsbeirat. Die Aufgaben des Rates werden bis zu den nächsten Kommunalwahlen von der Stadtverwaltung Herzberg beziehungsweise der Stadtverordnetenversammlung wahrgenommen. Die nächste Kommunalwahl findet im Mai 2024 parallel zur Europawahl und zur Landtagswahl statt.