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| 16:15 Uhr

Tierwelt und Kultur
Ornithologen aus Eichsfeld in Elbe-Elster unterwegs

Vogelkundler aus Thüringen haben sich am Wochenende im Elbe-Elster-Kreis umgesehen.
Vogelkundler aus Thüringen haben sich am Wochenende im Elbe-Elster-Kreis umgesehen. FOTO: privat
Uebigau. Exkursion war eine bunte Mischung aus Vogelkunde vor Ort, Kultur- und Geschmackserlebnissen. Von Sylvia Kunze

„Wir hatten eine wunderschöne Zeit im Elbe-Elster-Kreis“, schwärmt Annemarie Jennes nach einem dreitägigen Aufenthalt hier vor Ort und setzt nach: „Meinen Vereinsfreunden von der Fachgruppe Ornithologie Eichsfeld hat es sehr gut gefallen.“

Aber wie kommen Thüringer auf Elbe-Elster? Die Erklärung ist einfach: Annemarie Jennes wohnte einige Jahre in Herzberg und hatte schon damals ein Auge auf die hiesige Vogelwelt geworfen. Sozusagen als Ausgleich zu ihrem Beruf. Während sie als Archäologin sonst eher nach unten schaut, geht der Blick bei der Vogelbeobachtung eher nach oben. Nun in Thüringen wohnend hat sie ihre Vereinsfreunde, 14 Hobbyornithologen aus dem Eichsfeld, zu einer Exkursion nach Elbe-Elster gelotst.

Gewohnt wurde in der Schlossherberge in Uebigau. Vogelbeobachtungen standen am Elsterdamm zwischen München und Bomsdorf, am Kiebitz-See, am Körbaer See und an den Fischteichen zwischen Doberlug und Thalberg auf dem Plan. Außerdem war eine Kahnfahrt in Wahrenbrück organisiert. Neben einem kurzen Stadtrundgang in Torgau, dem Besuch der Marienkirche in Herzberg und des Klosters in Doberlug blieb natürlich auch das Lieblingsgebiet der Organisatorin, die archäologischen Besonderheiten der Stadt Uebigau, nicht unerwähnt.

Fachkundiger Partner der Gäste aus Thüringen war Naturfreund Dieter Lehmann aus Falkenberg. Er hätte den Ornithologen gern so viel gezeigt, aber aufgrund der Trockenheit haben sich manche Vögel, die sich sonst beobachten lassen, in hiesigen Breiten rar gemacht. „Zusammen mit Herrn Dieter Lehmann aus Falkenberg, dem wir noch einmal herzlich für seine Mühe, uns sein Arbeitsgebiet zu zeigen, danken möchten, sind wir am Kiebitz und an der Schwarzen Elster geführt worden“, so Annemarie Jennes.

Und weiter: „Da die Auswertung der erfassten Vögel noch aussteht, kann ich dazu noch nichts genaues sagen. Offensichtlich gibt es in unserer Gegend nicht so viele Kuckucks und Pirole. Von den Widehupfen ganz zu schweigen. An den Thalberger Fischteichen konnten wir Seeschwalben beobachten. Dort hat ein Vereinsfreund spontan einen jungen Schwan aus einem Maschendraht retten können, der sich verfangen hatte, indem er wagemutig in das Wasser gestiegen ist.“

Ihre Aufgabe zum Gelingen der Exkursion beizutragen, habe unter anderem auch darin bestanden, Kenntnisse zu Kultur und kulinarischen Besonderheiten beizusteuern. „Die ,Schlösschen’ in Uebigau und Maasdorf haben genau so großen Anklang gefunden wie die Eisdiele in Uebigau und das Gasthaus in Bomsdorf. Über die Schlossherberge in Uebigau war sich die Gruppe einig. Wir planen mal wieder eine Gruppenfahrt dorthin ein“, ist von Annemarie Jennes zu hören.

Außerdem wurde noch eine Idee geboren: „Gern würde unsere Gruppe mehrere Mauerseglerbrutkästen sponsern, um sie an der Schlossherberge anzubringen und damit zum Fortbestand der dort brütenden Tiere beizutragen.“