Der Erfahrungsaustausch zum Thema Hochwasserschutz und die Situation der Gewässerunterhaltungsverbände, die Arbeit des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung in Beeskow und weitere Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit standen im Zentrum. Im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda informierte Lars Thielemann über das Werden und Wachsen des in den 90er-Jahren entstandenen Naturparks "Niederlausitzer Heidelandschaft". Seit der offiziellen Anerkennung vor 16 Jahren versuchen die Mitarbeiter hier die Besonderheiten eines Naturparks herauszustellen, Menschen einzubeziehen und Besucher in das 484 Quadratkilometer große Areal einzuladen. Lars Thielemann: "Wir haben immer im Hinterkopf, wir sind keine traditionelle Reiseregion wie der Spreewald". Und dennoch wächst die Attraktivität des Naturparks, ausgehend vom Besucherzentrum in der Kurstadt. Landrat Manfred Zalenga, gleichzeitig Vorstandsmitglied von "pro agro", dem Verband zur Förderung des ländlichen Raumes Berlin/Brandenburg, zeigte sich beeindruckt. Die Besonderheit der Niederlausitzer Heidelandschaft liegt im Pilotprojekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns. Beispiele hierzu kannte auch Landrat Zalenga aus Bayern, wo in Volieren aufgezogene Auerhühner ausgewildert wurden, jedoch bislang ohne Erfolg. In Elbe-Elster geht man andere Wege, indem man wilde Tiere aus Schweden in der hiesigen Region ansiedeln will. Das habe sein Interesse geweckt, sagte Zalenga und war ein interessierter Zuhörer und Beobachter, als es nach dem Gespräch mit Landrat Heinrich-Jaschinski und Lars Thielemann auf Exkursion in das Projektgebiet Liebenwerdaer Heide ging.