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| 17:25 Uhr

Herzberg
Noch viel Platz für Häuslebauer

Der Büdinger Bogen – er gehört zum Bebauungsplangebiet „An der Leipziger Straße“ – ist  zu einer schmucken grünen Eigenheimsiedlung geworden. Hier sind laut Stadt noch vier Bauflächen frei.
Der Büdinger Bogen – er gehört zum Bebauungsplangebiet „An der Leipziger Straße“ – ist zu einer schmucken grünen Eigenheimsiedlung geworden. Hier sind laut Stadt noch vier Bauflächen frei. FOTO: LR / Rudow
Herzberg. In Herzberg entstehen wieder mehr Eigenheime. Blaue Karten blockieren neuen Wohngebiete.

Etwa 15 bis 20 Eigenheime sind im Herzberger Stadtgebiet in jüngster Vergangenheit  gebaut worden. Das sind nicht wahnsinnig viele. „Aber bedeutend mehr als noch vor ein paar Jahren und die Nachfrage nimmt weiter zu“, sagt Herzbergs Stadtplanerin Janett Lehmann. Und sie hat die gute Nachricht für alle Bauwilligen: In Herzberg gibt es noch reichlich erschlossene  Baugrundstücke.

In dem kleinen Eigenheimgebiet Finkenherd nahe der Berliner Straße zum Beispiel sind noch vier Grundstücke mit einer Größe von jeweils etwa 500 Quadratmetern frei, in der Grochwitzer Linse sind es drei und in dem Bebauungsplanbereich „An der Leipziger Straße“ mit Büdinger Bogen, Höxter Boden und Soester Weg sind es noch etwa 20.  Hier hatte die Stadt vor zwei Jahren auf Wunsch des Eigentümers und vieler Bauwilliger den Flächennutzungsplan und überregulierte Gestaltungsvorschriften geändert. So darf jetzt auch im Bungalowstil oder im toskanischen Stil gebaut werden und an die Dächer können Solaranlagen angebracht werden „Seit diesen Änderungen wird dort auch wieder mehr gebaut“, sagt Janett Lehmann. Auch in den Ortsteilen wie im Hirtenfeld in Mahdel, in Gräfendorf, Züllsdorf oder Buckau ist noch Platz für neue Eigenheime.

Wer im Innenbereich der Kommune baut, braucht keinen Bebauungsplan. Im Außenbereich ist der allerdings auf Kosten des Bauherren nötig.  „Wir versuchen, für alle, die bauen möchten, eine gute Lösung zu finden“, sagt die Stadtplanerin. Die Bauwilligen wenden sich zumeist an das Bauamt der Stadt. Das ist aber meist gar nicht zuständig, weil die Stadt oft nicht Eigentümer der Flächen ist. „Wir wollen den Immobilienmaklern die Arbeit nicht abnehmen. Aber wenn sich Bürger an uns wenden, dann geben wir ihnen Auskunft, an wen sie sich wenden können“, sagt Janett Lehmann.

Die Stadt ist sehr daran interessiert, mit dem Eigenheimbau möglichst viele, vor allem junge Familien in Herzberg zu halten. „Deshalb wollen wir demnächst eine Art Kataster erstellen, aus dem ersichtlich ist, wo sich noch freie Bauplätze befinden und wer der Ansprechpartner dafür ist. Im Internet kann man sich dann darüber informieren. Wir haben uns das in Jüterbog angeschaut und denken, dass es auch für Herzberg sinnvoll wäre“, so die Stadtplanerin. Das soll soweit gehen, dass auch Privatpersonen, die Bauland anzubieten haben, ihre Angebote dort eintragen können.

Die Stadt will mit Hilfe von Investoren aber auch neue Bauplätze in lukrativen Randbereichen  ausweisen. Hinderlich sind dafür momentan aber die so genannten „Blauen Karten“. In Bereichen, die das Land als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen hat, dürfen keine Bebauungspläne aufgestellt werden. „Wir können aber nicht warten, bis irgendwann einmal die Hochwasserschutzmaßnahmen fertiggestellt sind“, so Janett Lehmann. Die Stadt ist dazu mit der Kreisverwaltung im Gespräch. Deshalb will die Stadtplanerin auch noch keine konkreteren Angaben zu den Projekten machen. „Das ist alles noch nicht spruchreif“, sagt sie.

Für alle, die vorhaben, ein Eigenheim zu bauen, stehen die Türen im Bauamt jederzeit offen. Sie können anrufen oder persönlich vorbeikommen. „Dann können wir beraten und gemeinsam schauen, was möglich ist“, so die Stadtplanerin.

Am Soester Weg wird gebaut.
Am Soester Weg wird gebaut. FOTO: LR / Rudow