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Noch heute im Kontakt mit Unfallopfern

Kaum zu glauben: Die unter dem Lkw eingeklemmte Fahrerin konnte lebend aus dem Pkw geholt werden. Kurz darauf kam ihr Sohn zur Welt.
Kaum zu glauben: Die unter dem Lkw eingeklemmte Fahrerin konnte lebend aus dem Pkw geholt werden. Kurz darauf kam ihr Sohn zur Welt. FOTO: Feuerwehr
Falkenberg. Es ist ein sonniger Tag, der 31. Mai 2000, und eine junge Frau befährt die Bundesstraße 101 in Richtung Jüterbog. Sie ist schwanger und freut sich auf die Geburt ihres Kindes in wenigen Wochen. In Höhe der Großbuschkurven gerät ein vor ihr fahrendes Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und prallt mit einem Lkw zusammen, dem das linke Vorderrad platzt.

Der Lkw-Fahrer hat keine Kontrolle mehr über das Fahrzeug, das umstürzt. Unter dem mit Steinen beladenen Anhänger wird das Auto der jungen Frau begraben. Ein Großeinsatz der Rettungskräfte beginnt. Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehren aus Herzberg und Schönewalde sind am Einsatzort. Man kommt nicht ohne Hebekissen aus und alarmiert die Feuerwehr Falkenberg. Mit vereinten Kräften kann dann die junge Frau nach fast 70 Minuten aus dem Fahrzeug befreit werden. Mit leichten Verletzungen kommt sie in das Krankenhaus Herzberg, wo sie drei Wochen später einen gesunden Jungen auf die Welt bringt. Mutter und Kind sind wohlauf. Allen Rettern fällt ein Stein vom Herzen. "Für alle ist heute noch der Ausgang dieses Unfalles unfassbar. Uns Rettungskräfte erfüllt es mit einem Stolz, diese Aktion aktiv mit großer Umsicht und Besonnenheit gemeistert zu haben", sagte Sören Diecke später einmal.

Der Kontakt der Falkenberger Kameraden zu Anja Unwille-Gallin und ihrem Sohn Tim ist nicht abgerissen. Sie stehen noch heute im Kontakt, und die Falkenberger sind immer wieder daran interessiert, wie es dem Jungen mit den "vielen Vätern", wie die Rundschau nach seiner Geburt im Titel schrieb, geht.