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| 16:01 Uhr

Aktion
Wässern, wässern, nochmals wässern

Auch im Garten von Simone und Andy Beyer in Züllsdorf  (l.) kann man sich am Aktionswochenende „Offene Gärten in Elbe-Elster“ wieder umschauen.
Auch im Garten von Simone und Andy Beyer in Züllsdorf (l.) kann man sich am Aktionswochenende „Offene Gärten in Elbe-Elster“ wieder umschauen. FOTO: LR / Rudow
Elbe-Elster-Kreis. Vor dem zweiten Aktionswochenende „Offene Gärten in Elbe-Elster“ umgehört: Wie die Hobbygärtner und ihre Pflanzenpracht die heiße und trockene Zeit überstanden haben. Von Sylvia Kunze

Ein erstes erfolgreiches Aktionswochenende „Offene Gärten in Elbe-Elster“ hat es schon gegeben. Nun soll am Wochenende zum zweiten Mal dazu eingeladen werden. Hobbygärtner an sechs Standorten des Landkreises öffnen die Türen zu ihren Oasen und laden zum Hereinspazieren und Umsehen ein.

Darunter sind auch Valentine und Hartmut Siemon aus Bad Liebenwerda. „Das ist eine wunderbare Idee. Wir freuen uns auf viele angenehme Gespräche“, sagt die Hausherrin, die mit ihrem Mann übrigens neu in der Runde ist. Das erste Aktionswochenende hatten beide noch pausiert. „Wir waren eigentlich verplant, aber als dann daraus nichts wurde, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns in den anderen Aktionsgärten umgesehen“, berichtet Valentine Siemon. „Das war total toll und hat solchen Spaß gemacht!“, schiebt sie nach.

Das gleiche Erlebnis wünscht sie sich für alle, die sich am kommenden Wochenende auf den Weg machen, um private grüne Paradiese in der Region zu erkunden. Aber sind sie nach der langen Hitze und Trockenheit denn überhaupt noch ausreichend grün? „Ja. Aber nur durch intensives Wässern. Morgens und Spätabends. Zwei Stunden haben wir da schon zu tun“, berichten Siemons. „Für die Enkel, die wir zu Besuch hier hatten, war das ein super Spaß, mit dem Wasser zu hantieren“, weiß Oma Valentine.

Nur wenige hundert Meter weiter bei Bärbel Läppchen ist von Spaß im Zusammenhang mit den regelmäßigen Gießen nicht mehr die Rede, ihr Grundstück ist nämlich deutlich größer. „Aber wir versuchen dennoch, alles grün zu halten“, betont die Gartenfreundin.  „Wir freuen uns schon auf das nächste Wochenende und hoffen, dass die Resonanz ähnlich gut ist wie bei der ersten Einladung. Da hatten wir ein Gästebuch ausliegen. Sie glauben gar nicht, mit welch rührenden Worten sich da Besucher bedankt haben“, berichtet Bärbel Läppchen, die nun ganz gespannt ist, ob alle, die versprochen haben, im August wiederzukommen, auch wirklich vorbeischauen — und natürlich auch andere Interessierte.

Diese Einladung steht ebenfalls  wieder bei Tabita Grünhard in Herzberg. Ihr „Rezept“ im heiß-trockenen Sommer: „Viel Gießen und viel Pflege. Mein Garten ist zugewachsen. Es sieht prachtvoll aus“, berichtet sie. Ernteverluste? Bei ihr Fehlanzeige. Ob Bohnen, Tomaten, Gurken, Möhren, Blumen, Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Felsenbirnen, Erdbeeren oder Blaubeeren — von allem gab und gibt es reichlich. Die Herzbergerin ist emsig am Haltbarmachen. Ob Sirup, Säfte, Marmeladen, Hustenbonbons, Seifen oder (seit gestern im Einsatz) selbstgemachtes Spülmittel — für alles findet sich eine passende Verwendung. „Und dabei experimentiere ich auch gern einmal“, verrät Tabita Grünhard. Für das Wochenende bereitet sie zum Beispiel Gurkeneis als Erfrischung vor. Aber das wird voraussichtlich nur für die ersten Gäste reichen, „denn meine Frostmöglichkeiten sind leider begrenzt“.

Ähnlich vorgesorgt wird auch in Finsterwalde bei Dr. Christina Eisenberg und Matthias Schneller. „Die Kuchen sind bestellt, die Würstchen sind bestellt. Die Sängerin kommt ab 14 Uhr. Und ein Kaffeerad wird ebenfalls vor Ort sein“, listet die Gastgeberin auf. Sie berichtet: „Wir haben auch fleißig gewässert.“ Das Ergebnis: „Überall blüht es jetzt. Viele Pflanzen in unserem neu angelegten Innenstadtgarten sind inzwischen richtig gut herangewachsen.“