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| 13:58 Uhr

Schönewalde
Noch ein weiter Weg zur Altersfreundlichkeit

Schönewalde. Die Stadt Schönewalde beteiligt sich an dem Projekt „Altersfreundliche Gemeinde“. Dazu wurden Fragebögen vor allem an die älteren Bürger der Stadt, aber auch an Institutionen, Pflegedienste und ähnliche Einrichtungen verteilt.

Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes Elbe-Elster haben kürzlich vor den Stadtverordneten einen ersten groben Überblick über die Ergebnisse der Befragung vorgestellt.

Danach sind von den etwa 300 ausgegebenen Fragebögen 78 ausgefüllt wieder zurückgekommen. Davon 70 Prozent direkt von Senioren über 60 Jahre, drei Viertel davon Frauen. Etwa 65 Prozent der Senioren, die geantwortet haben, lebt schön länger als 45 Jahre im Schönewalder Stadtgebiet. 21 Prozent haben kein Auto mehr. Die Mehrheit der „Antworter“ nimmt derzeit keinen Pflegedienst in Anspruch.

Ob Schönewalde ein guter Ort sei, um alt zu werden, beantworteten 22 Prozent grundlegend positiv. Mit teils/teils antworteten 36 Prozent. 45 Prozent schätzten ein, dass der öffentliche Raum im Stadtgebiet kaum altersfreundlich ist. Bemängelt wurde der schlechte Zustand der Gehwege, die auch nicht barrierefrei sind. Es gebe nur wenige Radwege. Öffentliche Einrichtungen seien für ältere Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen nur schwer zugänglich, schätzten viele ein. Sie nannten als Beispiele die Sparkasse, die Volksbank, das Rathaus, Gemeindehäuser, aber auch Gesundheitsdienstleister. Auch der Straßenbeleuchtung gaben viele Senioren die Note ungenügend. Außerdem gebe es in der Stadt zu wenig Sitzgelegenheiten zum Ausruhen, abgesehen von den Bushaltestellen. Es fehle ebenso eine öffentliche Toilette. Parkplätze hingegen gebe es genügend. Ohne Auto geht nichts – darüber waren sich die meisten Senioren einig. Der ÖPNV sei zwar gut bezahlbar aber wenig altersfreundlich.

Die Befragung soll der Stadtverwaltung als Grundlage für Maßnahmen dienen, um Schönewalde altersfreundlicher zu machen.

(ru)