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Nicht nur "Rumpelstilzchen" füllt das Wiederauer Festzelt

Happy End im Wiederauer Festzelt: Die Müllerstochter (Petra Diecke-Michel)spinnt dem König (Marco Schönheit) Stroh zu Gold und überlistet auch das Rumpelstilzchen.
Happy End im Wiederauer Festzelt: Die Müllerstochter (Petra Diecke-Michel)spinnt dem König (Marco Schönheit) Stroh zu Gold und überlistet auch das Rumpelstilzchen. FOTO: Dieter Müller/dmu1
Wiederau. Dorffestzeit in Wiederau heißt Märchenzeit. Auch in diesem Jahr hat die Wiederauer Laienspielgruppe um Regisseur und Ortsvorsteher Frank Diecke wieder die Gebrüder Grimm bemüht. Birgit Rudow

Erwartungsvoll saß das Publikum am Sonntagnachmittag im prall gefüllten Festzelt und wurde nicht enttäuscht. Frank Diecke hatte "Rumpelstilzchen" für die Wiederauer zurechtgeschrieben. Dabei hat er auch noch gleich einige Rollen in das Märchen eingebaut, damit alle Akteure der Gruppe einen Part abbekommen. Und so gab es bei dieser Rumpelstilzchen-Fassung auch eine Müllerin, einen Prinzen und eine Königin. Ansonsten hat sich Frank Diecke diesmal ziemlich eng an die Vorlage gehalten. Einige "Spitzen" in die Gegenwart konnte er sich aber nicht verkneifen. So sollte die Müllerstochter das Neudecker Schloss besser meiden, denn viel los sei da nicht, wurde ihr nahe gelegt.

Die Märchenaufführung ist stets ein Höhepunkt beim Wiederauer Dorffest. Doch auch die anderen Veranstaltungen waren sehr gut besucht. So haben am Kranzreiten 19 Reiterinnen und Reiter teilgenommen. Gewonnen hat es Henry Wagenknecht aus Groß Naundorf. "Wir waren insgesamt sehr mit dem Dorffest zufrieden. Die Resonanz war in diesem Jahr besser als in den anderen Jahren. Beim Tanz am Samstagabend waren alle Tische im Festzelt besetzt, ebenso beim Frühschoppen am Sonntag. Da ist sogar eine Fangruppe der Schliebener Musikanten von etwa 40 Leuten nach Wiederau gekommen", so Frank Diecke. Wenn viele mitmachen mache das Fest auch richtig Spaß, sagt er.