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Volles Haus
Viele Blumen und mindestens ein Baukran

Als engagierte Bürger wurden geehrt: Horst Niedermeier, Jutta Lehmann und Horst Blockwitz (v.l.). Neben dem Blumenstrauß durften sie sich über eine Urkunde und eine Uhr, deren Ziffernblatt das Wappen der Stadt trägt, freuen.
Als engagierte Bürger wurden geehrt: Horst Niedermeier, Jutta Lehmann und Horst Blockwitz (v.l.). Neben dem Blumenstrauß durften sie sich über eine Urkunde und eine Uhr, deren Ziffernblatt das Wappen der Stadt trägt, freuen. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Falkenberg. Beim Neujahrsempfang der Stadt Falkenberg geht es um Geleistetes ebenso wie um aktuelle Pläne. Von Sylvia Kunze

Vor rund 400 Gästen hat Herold Quick, Bürgermeister in Falkenberg, während des städtischen Neujahrsempfangs am Mittwochabend eindrucksvoll aufgezeigt, was im Vorjahr geleistet wurde - egal ob baulich, planerisch oder auch mitmenschlich - und was für 2018 auf der Liste steht. „Es weiß doch inzwischen jeder, dass der offizielle Teil eines Neujahrsempfangs in Falkenberg mindestens zwei Stunden dauert“, machte er noch einmal deutlich, dass er davon auch diesmal nicht abrücken wollte.

Und genau so hat das Stadtoberhaupt, an dessen Seite Stadtverordnetenvorsteher Dr. Jörg Reibig die vielen Gäste begrüßte, das Programm durchgezogen. Quick, der im Vorjahr bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent immerhin 82,52 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte, und am morgigen Freitag den letzten Arbeitstag seiner zweiten Amtsperiode bestreitet, um mit Dienstbeginn am Montag in seine dritte zu starten, konnte dabei aus einem stattlichen kommunalen Fundus schöpfen. Hinter dem, wie er ausdrücklich betont, immer „eine Mannschaftsleistung und Teamarbeit“ stecken.

Der Falkenberger Bürgermeister verriet ganz nebenbei seinen ganz persönlichen Anspruch, nämlich, „dass immer ein Baukran in der Stadt bzw. in den Ortsteilen zu sehen sein muss“. So dürfte es auch nicht verwunderlich sein, dass allein das zurückliegende und bevorstehende Baugeschehen mehrere Seiten seiner Rede ausmachte. Und auch wenn nicht überall der zuvor zitierte Baukran nötig ist, wurde doch an vielen Stellen der Stadt „gebuddelt und gewerkelt“. Und dort, „wo Bautätigkeit stattfindet, wird saniert, modernisiert, verbessern sich die Bedingungen der Infrastruktur“, sagte Quick.

Neben den Projekten in den Kindertagesstätten der Stadt und der Schule benannte er als Beispiele unter anderem auch für endlich Geschafftes die Oberflächensanierung der Großen Wiese und des Wiesenweges in Schmerkendorf und mehrere Vorhaben von privaten Investoren bzw. der Wohnungsbaugesellschaft, der Wohnungsgenossenschaft sowie des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes.

Grundlage allen Handelns sei „eine solide Haushaltswirtschaft auf der Basis des zu erstellenden Haushaltsplans, immer mit dem Anspruch, dass dieses Zahlenwerk von der Aufsichtsbehörde, der Kommunalaufsicht, genehmigt wird. Das hat, egal wie sich die Zahlen in den Jahren darstellten, immer gut geklappt“, resümierte Quick und schob gleich noch nach, dass die Stadt auf einem guten Weg sei, sich die finanzielle Entwicklung positiv darstelle und „dass die Fehlbeträge aus den Jahren 2008 bis 2011 komplett abgebaut werden konnten“.

Aber was sind schon bauliche Verbesserungen und Finanzen allein, wenn es womöglich beim menschlichen Miteinander hapert?! Zum Glück muss das Falkenberger Stadtoberhaupt auch in dieser Beziehung nicht klagen. Das Vereinsleben zeigt sich reichhaltig und bunt. Vielfalt und besonderer Einsatz bündelten sich im Vorjahr einmal mehr bei einem ganz besonderen Jubiläum: dem 125-jährigen Bestehen der Falkenberger Feuerwehr. „Das Festwochenende hat in unserer Stadt dank des großen Engagements Vieler wieder einmal Geschichte geschrieben“, ist Quick überzeugt.

Er nutzte den Rahmen, um wie schon in den Vorjahren wieder engagierte Bürger auszuzeichnen. Diesmal waren es Horst Niedermeier, der nach 35 Jahren den Vorsitz vom Falkenberger Imkerverein in jüngere Hände gegeben hat, Jutta Lehmann, die sich in der evangelischen Kirchengemeinde ebenso kümmert wie um Mitbürger in der AWO-Wohnstätte und den Schriftverkehr des Eisenbahnersportvereins, sowie Horst Blochwitz, viele Jahre im Förderverein der Oberschule aktiv, begeisterter Badmintonspieler und rühriger Abgeordneter seit 15 Jahren.

Zugleich ging großer Dank an Pfarrer Martin Miech, der sich nach über fünf Jahrzehnten Tätigkeit im Pfarramt Rehfeld in den Ruhestand verabschiedet hat. Der 81-Jährige war „in seinem Pfarrbereich weit über das notwendige Maß hinaus für die Menschen da, war jederzeit ansprechbar und hatte für jedes Problem einen Rat“, würdigte Herold Quick, der selbst viel Zeit im Rehfelder Pfarrhaus verbrachte und dort auch das Spielen der Trompete erlernte.