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Neues Konzept und Anbau für die Elsterlandgrundschule

FOTO: Archiv
Herzberg. Die Elsterlandgrundschule in Herzberg soll "Schule des gemeinsamen Lernens" werden. Dafür wurde jetzt ein Konzept erarbeitet, das dem zuständigen Ministerium in Potsdam vorgelegt wird, wenn die Stadtverordnetenversammlung dem am 29. Schulleiterin Ramona Nitzsche und Hortleiterin Bettina Weiß haben das Konzept in den vergangenen Wochen in den Fachausschüssen bereits vorgestellt. Birgit Rudow

Die Schule hat derzeit 320 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse. Gemeinsam mit ihnen lernen 16 Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie haben Lernschwierigkeiten, Probleme in ihrer emotionalen und sozialen oder auch in ihrer geistigen Entwicklung. Gefördert werden sollen aber nicht nur diese Schüler, sondern auch besonders begabte Kinder, so Ramona Nitzsche.

Um den Herausforderungen des gemeinsamen Lernens besser gerecht werden zu können, werden im Schulbetrieb die personellen Voraussetzungen geschaffen, zum Beispiel durch spezielle Schulungen und Weiterbildungen des pädagogischen Personals, durch den Einsatz von Sonderpädagogen und seit Beginn dieses Jahres auch durch den Einsatz einer Schulsozialarbeiterin und eines Mitarbeiters im Bundesfreiwilligendienst. "Wir wollen ein Haus des gemeinsamen Lebens und Lernens sein, das durch eine Wohlfühlatmosphäre, Toleranz und vom Lernen mit- und voneinander geprägt ist", so Ramona Nitzsche. Einbezogen in das Konzept wird auch der städtische Hort mit Hospitationen der Hortnerinnen, einer Arbeitsgruppe "Gemeinsames Lernen", gemeinsamen Fortbildungen und einer verknüpften Jahresplanung. Einen entsprechenden Beschluss zum Konzept hat die Lehrer- und Schulkonferenz bereits im Mai gefasst.

Als anerkannte "Schule des gemeinsamen Lernens" sieht die Stadt als Schulträger die Möglichkeit, Fördermittel für bauliche Maßnahmen an der Elsterlandgrundschule einzusetzen. Eine Erweiterung der Schule ist nicht nur für die Umsetzung des neuen Konzeptes unabdingbar sondern auch für eine räumlich bessere Situation für die Schüler und Hortkinder. Seit langem bereits ist die Raumsituation an der Einrichtung für Schule und Hort problematisch. Ursprünglich war sogar der Neubau eines Hortes auf dem Schulgelände geplant. Doch dafür würden keine Fördermittel zur Verfügung stehen.

So hat sich die Stadt für einen Anbau hofseitig entschieden und dafür von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH (BSM) Berlin ein Raumprogramm für die Schule erarbeiten lassen. Cathleen Koroschetz von der BSM hat die Aufteilung der Räume im Einzelnen vorgestellt. So sollen im Erweiterungsbau sechs Klassenräume (sechs Klassenräume im Bestandsgebäude werden umgenutzt), zwei Räume für den Teilungsunterricht, ein Unterrichtsraum als Lernlandschaft, eine Mensa, Therapie- und Rückzugsräume sowie Verwaltungs- und Nebenräume entstehen. Für die Erweiterung, so Cathleen Koroschetz, ist derzeit eine Summe von etwa 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Hauptausschuss hat dem Schulkonzept und dem Raumprogramm am Montagabend zugestimmt.

Die Stadt schreibt für den Anbau einen EU-weiten Architektenwettbewerb aus. Wer den Wettbewerb gewonnen hat, soll im Februar feststehen. Baubeginn könnte dann im April 2019 sein. "Das ist ein sportliches, aber ein realistisches Ziel", so Cathleen Koroschetz. Die Erweiterung des Schulgebäudes sei ein vernünftiger Schritt für eine attraktive Zukunft der Elsterlandgrundschule, meinte Bürgermeister Michael Oecknigk.