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Jugendliche wollen etwas Bleibendes schaffen
In Wehrhain die Initiative ergriffen

Dennis Richter, Marcus Rösler, Colin Rösler und Kevin Reichelt (v.l.) haben gemeinsam am Projekt „Spielplatz Wehrhain“ gearbeitet und viele Partner dafür begeistern können. Ihr jüngster „Coup“: Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt will sehen, ob Lottomittel das Vorhaben ausfinanzieren können.
Dennis Richter, Marcus Rösler, Colin Rösler und Kevin Reichelt (v.l.) haben gemeinsam am Projekt „Spielplatz Wehrhain“ gearbeitet und viele Partner dafür begeistern können. Ihr jüngster „Coup“: Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt will sehen, ob Lottomittel das Vorhaben ausfinanzieren können. FOTO: Andreas Polz
Wehrhain. Vier Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Falkenberg „sorgen“ für neuen Spielplatz im Dorf. Von Sylvia Kunze

Wenn alles weiter nach Plan läuft, dann können sich die Wehrhainer bald wieder über einen schönen Spielplatz freuen. Aktuell besteht der nur noch aus einer Nestschaukel - und ganz viel Platz. Nämlich dort, wo einst die Kletterkombi stand, die aufgrund ihres maroden Zustandes weggenommen wurde. Seitdem müssen die Wehrhainer Kinder erfinderisch sein, wenn sie sich beschäftigen wollen.

„Erfinderisch“ sind auf jeden Fall aber auch vier junge Männer gewesen, die im Rahmen des Seminarkurses am Beruflichen Gymnasium etwas Bleibendes schaffen wollten. Dennis Richter (selbst aus Wehrhain), Marcus Rösler (Massen), Colin Rösler (Finsterwalde) und Kevin Reichelt (Möllendorf) haben Initiative ergriffen und sorgen für ein neues Spielelement.

Sie sind sozusagen schon auf der Zielgeraden, denn alle wichtigen Vorbereitungen sind abgeschlossen. Sie haben sich einen Überblick über mögliche Spielplatzelemente-Anbieter, über Spielplatzteile selbst, deren Preise, Vorschriften, Bestimmungen und mehr verschafft, sind in einen Erfahrungsaustausch mit anderen Spielplatzbauern in der Region getreten, haben geplant und gerechnet,  Amtsverwaltung, Stadtverordnete und Einwohner mit ins Boot geholt. Mussten mit Rückschlägen umgehen. Und sind letztlich zu einem passablen Ergebnis gekommen: ein Vorschlag, der von allen Partnern mitgetragen wird - und für den Einwohner und weitere Sponsoren großzügig Geld hingelegt haben, denn auf Spendensuche sind die vier Jungs auch gleich noch gegangen, damit ihr Projekt Wirklichkeit werden kann. „Wir haben jetzt zumindest die Summe zusammen, die nötig ist, die ausgewählte Kletterkombi zu bestellen und wiederum mithilfe von Einwohnern und hilfsbereiten Firmen kostengünstig aufzubauen.

„Fehlt nur noch ein wenig Geld, um auch den geforderten Füllsand und die Borde finanzieren zu können, bestenfalls auch noch Sitzgelegenheiten für die begleitenden Erwachsenen und ein wenig Grün“, berichtet Dennis Richter. Dafür ist der nächste Helfer in der Spur. Beim Tag der offenen Tür im Beruflichen Gymnasium, als die Vier ihr Projekt vorstellten, lotste der Schliebener Amtsdirektor Andreas Polz die SPD-Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt heran. Die versprach, sich um Lottomittel zu bemühen, damit alles ausfinanziert werden kann. Wenn wirklich alles so läuft, wie sich die Jugendlichen das vorstellen, „könnte spätestens zum Dorffest die Übergabe stattfinden“, hofft Marcus Rösler auf ein gelungenes Ende des gemeinsamen Vorhabens.

Die Jugendlichen haben Fachfirmen kontaktiert und Kataloge gewälzt.
Die Jugendlichen haben Fachfirmen kontaktiert und Kataloge gewälzt. FOTO: Andreas Polz
Die Skizze der Schüler für den Spielplatz mit dem neuen Element.
Die Skizze der Schüler für den Spielplatz mit dem neuen Element. FOTO: privat / Aukam