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Neuer Schub für Orgelakademie?

Bad Liebenwerda. Er ist 81 Jahre alt und immer noch das Zugpferd: Orgelbaumeister Dieter Voigt hat es allen Unkenrufen zum Trotz, mit enormer eigener Kraftanstrengung und großem Willen geschafft – der Kammermusiksaal in der Orgelakademie Bad Liebenwerda ist zu einer Augenweide geworden. Am Samstag, 9. Frank Claus

September, wird er bei einer Benefizveranstaltung ab 14.15 Uhr über den Aufbau der Akademie sprechen und dabei auch ganz deutlich sagen: Wenn jetzt nicht mehr Hilfe von Kreis und Land kommt, ist dieses außergewöhnliche Projekt dauerhaft nicht zu erhalten. Dabei ist die Fülle der Orgelbaukunst, die jetzt schon gezeigt werden kann, einzigartig in Südbrandenburg. Die CDU-Landtagsabgeordnete Anja Heinrich hat jetzt den nächsten Schritt angeregt: die enge Vernetzung mit der Kreismusikschule Gebrüder Graun. Der Kreistag wird dazu beraten.

Große Hoffnungen liegen auf Prof. Dr. Birgit Jank von der Universität Potsdam, die eine Zusammenarbeit mit der Uni und damit studentisches Input in Aussicht gestellt hat. Zeigte sich bei der Indienststellung des Kammermusiksaals bereits Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke angetan, wird heute mit Spannung erwartet, wie sich die Kulturministerin äußert. Nur wohlfeile Worte indes werden nicht helfen. Sieht auch das Land in der Einrichtung einen großen kulturellen Schatz, müsste es auch die Geldschatulle etwas mehr öffnen.

Dieter Voigt, manchmal dem Verzweifeln nahe, ist aufgeregt und optimistisch vor diesem heutigen Tag. In einem Programm werden Kinder und Jugendliche an sieben Tastinstrumenten bzw. Kleinorgeln zeigen, wie "musikalisches Hören und Gestalten" erlernt werden können.

Im zweiten Teil gibt es ein Konzert an verschiedenen Orgeln und Instrumenten. Am Abend hat die Bevölkerung ab 20 Uhr die Gelegenheit, den Kammermusiksaal beim Benefizkonzert der Big Band zu besichtigen.